Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-05-01
- Page
- Seite 349 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/2829132-2829682-2829691-2879921--27142-2879951- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Beiträge zur Erklärung des Buchen Hiob. 349 מורשי ist nach dena Arab. gleichbedeutend mit ״Sehnen, Nerven“* welche den Gedanken fördern (Mg., Hitzig). Zu erinnern ist an das talnmd. אלא (Dt. 33, 4) אל תקרי מורשה מאורשה (Ber. 57b); vgl. Auerbach im ״Magaz. f. d. Wiss. d. Jud.“5 1878, S. 43. 17, 13. .אקוד ist nach רפדתי wohl von ״ קוMessschnur“ abzuleiten (Mg.) und bedeutet das ״Abstecken, Richten des Hauses“. — Der Sinn des Satzes ist folgender: Nach der Dar- Stellung der Freunde ist Hiob noch keineswegs zur Klage berechtigt, zumal er noch lebe; nicht darf er richten den Scheöl als sein Haus, nicht im Dunkel des Todes sein Lager betten, nicht den Untergang und die.Verwesung die ,,Seinen“ nennen. Worauf denn, so fragt er demnach, darf meine Hoffnung noch gerichtet sein? Es führt ja doch ein Weg Alle zur Gruft! — Hiob hat bekanntlich schon früher die Aufer- Stellung geleugnet! 18, 2. Die Bedeutung ״Jagd“ für קנצי ans dem Arab. ist nicht von Castell, zum ersten Male gebraucht; Mg. erwähnt bereits diese Deutung als von früheren stammend (וי׳א שהוא מעדן עד אנה תשימץ מצודות למלי שכן קורץ למצודות בלשון ישמעאל קנץ)• Wenn Mg. zur Stütze der von ihm zuerst angeführten Bedeutung ״Ende“ auf Targ. verweist, so irrt er sich, denn seine Paraphrase הרפתקי (so auch 12, 5 למועדי רלל להרפתקי זמכא) bedeutet nicht ״Ende“, sondern ״Sorge, Qual“ Ygl. Kidduschin 33 a unt. (Bei dieser Gelegenheit will ich auf Mg.’s dritte Erklärung hinweisen, wonach pp nhbr. ״ קנסStrafe“ [census] sein soll.) 18, 7. ותשליכהו ist wohl (mit Barth) als aus ותכשילהו transponirt anzunehmen (vgl. meinen Aufsatz ״Zur Textkritik des AT.“ in ״Ztschr. f. wiss. Theol.“ 1893, S. 306). 18, 8. יתהלך ist nicht einfach ״einhergehen“, sondern, dem;שלה ב entsprechend, ״sich verirren, verfangen“. 19, 3. תהכרו ist uncontrah. Hiph. von נכר (vgl. Szold, p. 196), vgl. מהקצעוח Ez. 46, 22 lind phön. מהמת (Stade in Morg. Forsch. 210 Anim). S. Stacle Gramm. § 113,2 Anm. 19, 13. Die Zusammenziehung von אך!דו in אמרו, die Mg. (Sforno) erwähnt, wird durch das parallele הרחיק umdenkbar; Mg. beruft sich übrigens auf Targ., welches bei uns die gewöhnliche׳ Uebersetzung hat. 19, 24 weist vielleicht auf die Keilschrift hin, die der Verfasser des Buches in Babylonien resp. Persien keimen gelernt hat. Die ausgehauenen Schriftzeichen, werden mit einer dunklen Masse (צפרת) ausgefüllt, um sichtbar zu sein.