Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-05-01
- Page
- Seite 340 (sequence 4)
- Language
- German
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340 Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. Sodann verlangt der Parallelismus für למשפטי die Lesung למקזפטי wie anderweitig bereits hervorgeh oben wurde. Nun ist hier אף כי nicht Folgerungspartikel (קל וחומל) für den Schluss a maiori ad minus, sondern in derselben Bedeutung, wie lat. etiamsi ראף כי gebraucht, sonst wäre jedenfalls der Optativ אבחרה zu verwerfen. Das V. 15 einleitende אשר ist entweder consecutivisch gebraucht: ״sodass, wenn . . oder nur bekräftigend, etwa im Sinne von ,,fürwahr“ (vg]. 1. Sam. 15, 20). Die Stelle ist danach zu libersetzen: ,,Wollt’ ich auch Bede stehen, wählt’ ich auch meine Worte gegen Ihn — (so würde es doch dahin kommen), dass (oder: fürwahr, ich würde, wenn ich auch Beeilt hätte . . .) ich, wenn ich [auch] Recht hätte, nicht gehört werden (Erwiderung finden) würde und trotz meiner Gerechtsame flehen müsste; — (16) und selbst wenn ich liefe und Er mir erwiderte, würde ich nicht glauben, dass Er meine Stimme vernommen.6‘ — Die folgen־־ den Verse enthalten die Begründung für Hiob’s Ungläubigkeit. — Szold (p. 95, vgi. auch p. 102) hat eine originelle Auffassung des letzteren Verses, die schon darum berechtigt erscheint, weil es unverständlich wäre, wie Hiob daran hätte zweifeln können, dass Gott seine Stimme gehört hätte, auch wenn Er antwortete. Wie wäre es denn denkbar, dass Gott antwortete, ohne gehört zu haben? Szold erklärt daher die Stelle folgendermassen: ,,Wenn ich riefe, würde Er mir antworten? Ich glaube nicht, dass er auf meine Stimlne achtetl“ Durch diese geistreiche Auffassung der Stelle wird Merx’ Conjecfur כי אאזין לולו erst recht abweisbar. 9, 20. 21. כי kann hier (trotz 15, 6, das ja in ganz anderem Zusammenhänge steht) nicht Subj. von ירשיעני sein: 1) spricht das Vorhergehende, 2) der Parallelismus dagegen; es gehört zu 20),, :אצדק) Wär’ ich auch gerechtfertigt durch meinen Mund — Er würde mich doch verurtheilen; war’ ich tugendhaft — Er würde mich für verkehrt erklären. (21) Nun bin ich aber ohne Fehl, komme aber nicht zu Bewusstsein und verschmähe mein Leben.“ Wenn es nicht zu kühn wäre, würde ich mit Gersonides in V. 21 die Worte תט אני durch ,.ich vergehe“ (nach Gen. 47, 18 u. s.) übersetzen. 9, 32 u. 33 ist לא zu lesen: ״Fürwahr, war’ Er ein Mensch wie ich, so wollte ich Ihm schon antworten — (oder) wäre (wenigstens) ein Entscheide!* zwischen 1ms . . .u Daran scldiesst sich als Schlussgedauke: (V. 35b) ״denn nicht bin ich fest (sicher), wenn ich allein hin“. Vgl. 14, 16.