Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-05-01
- Page
- Seite 338 (sequence 2)
- Language
- German
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338 Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. 7, 1, Mg. liest ימי (def., nach dem plur. וכימי) und knüpft daran eine agadische Deutung. 7, 4. Eine sehr interessante Auffassung des Verses regen die Ausführungen B. Szold’s (p. 71) an, der die Worte ומדד עלב als Vordersatz der 2, Vershälfte nimmt. Er übersetzt: ״Wenn ich mich niederlege, dann spreche ich: wann werde ich aufstehen können? Und wich (richtiger: zog sich hin) der Abend, dann war ich satt von Umwälzungen bis zur Dämmerung“. 7, 8. עין ראי ist von Gen. 16, 13 zu unterscheiden. Dort ist ראי Inf. nnd אל ראי nicht ,,der Gott, der mich sieht1‘, sondern ,,der Gott, der Y0n mir gesehen wurde,“ mit Bezug auf den Engel, der sich Hagar gezeigt hatte, also von ihr gesehen wurde. Belässt man [עי als Stat, constr., wie es die Mass. thut, dann ist das Auge derjenigen gemeint, die ihn sonst in seinem Glanze sahen und ihn jetzt nicht mehr so Wiedersehen werden, da (Hitzig) Gottes Augen gegen ihn gerichtet sind und er der Vernichtung verfallen ist; liest man jedoch עין, so bedeutet עין לאי ,,mein sehendes Auge“, das mich sah in meiner früheren Grösse. Diese Auffassung ruht auf den in V. 6 mitgetheilten Worten י^א תשוב עיני לראות טוב. Vgl. unten 15, 12. 21, 20, wo עין ehenf. gen. masc. ist. 7,10. Auch die stelle ולא יכירנו עוד מקומו muss, wie der Gebrauch des Plurals, zur Bezeichnung des unbestimmten ״man“ und das Suff der 3. pers. f. (z. B.!בד) für das unpersönliche ״es“, als Eigenthümlichkeit der neuhebr. Syntax, betrachtet werden. Der erste Verstheil besagt nämlich, dass Hiob, sobald er gestorben wäre, nimmer in sein Haus zurückkehren würde, und man ist berechtigt, anzunehmen, dass auch in יכירנו dasselbe Subject stecke (nicht מקומו). Es ist, wie gesagt, bes. neuhebr. Construction, dass durch ein Suffix auf das nachher explicirte Object hingewiesen wird. Die Stelle lautet demnach: ,,und er wird nicht mehr Wiedersehen seine Stätte“. (Eine Umdeutung von מקומו durch אנשי מקומו erübrigt sich sonach.) Wenn man in der neuhebr. Sprache gewöhnlich dem genaueren Objecte, auch wenn es im Accus, steht, noch ein ל vorsetzt, so ist das eig. vulgäre Ausdrucksweise, was in einem Kunstwerke nicht vermisst wird*, jedenfalls macht das vorangehende Suffix die Casuspartikel את überflüssig). — Es verschlägt gegen unsere Auffassung nicht, wenn man in ״ יכירנוman“ als Subject annimmt; dann bedeutet das Suffix entweder den betr. Menschen, wobei מקומו eine erklärende Umschreibung wäre, oder es ist, wie