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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-04-01 · Heft 7 (April 1896) · p. Seite 305

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 7 (April 1896)
Article
Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
Date
1896-04-01
Page
Seite 305 (sequence 17)
Language
German
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Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. 305 auf der sich der Schnee ■erhebt. Das Targ. nimmt עלם (= nhbr. אלם) für ״stark sein“, also hier ״in grosser Menge lagern“. — Diesem Zustande der Bäche in der ״Eiszeit“ steht der zur Zeit der Sommerhitze gegenüber. Wollten wir nun verschiedenen jüdischen Erklären! (D. Qimchi im Wurzel- Wörterbuch s. v. זרב, Saadj., Aruch u. a.), welche, auf Grand des talmud. משום דמזדריב unseren! זרב die Bedeutung ״kühlen“ nipli. ״kühl werden“ beilegen wollen, folgen, so würden sich bes. zwei Schwierigkeiten zeigen: 1) hat das betr. Wort im Talmud (Joma 78a) nicht die Bedeutung des Kühlwerdens, sondern die des Deberlaufens der Flüssigkeit im Gefässe* (wodurch allerdings in der Person, über die das 'Wasser läuft, das Gefühl der Erfrischung erzeugt wird; 2) wäre es nachlässig, das in! ganzen vorigen Verse vorgeführte Bild der Kühle des Wassers jetzt noch auf einen halben Vers auszudehnen und den Zustand der Wasserbäche in einem halben Verse abzutlrun. Wir sehen daher auch von der Gleichstellung der Wrz. זרב und Wrz. ורם (auf Grund des bekannten Wechsels von ב und מ) ab, sowie von einer solchen mit ורב ebenfalls ״sich ergiessen, fliessei!“ (auf Grund der Metathesis), und bleiben dabei, dass er mit 11b. צרב Ez. 21, 3, Koh. 16, 27 zusammenzubringen ist (vgl. auch nom. צרבת Lev. 13, 23. 28) und ״ausbrennen, verdorren“ bedeutet. In der TJebersetzung dieses Verses kann ich somit Del. vollkommen beistimmen. Vgl. noch Jos. Qimchi in! Sefer ha-galiij (ed. Berlin), S. 93 s. v. — Die in V, 16 dargestellte ״Eiszeit“, wo die Wasser ״ungestört“ ruhig bleiben und sich von! Schnee bedecken lassen, giebt den ersten Gedanken, und V. 17, worin das Schwinden der Flüsse bei Sonnengluth geschildert, den zweiten des Jatein. Sprichwortes: Donec eris felix etc. wieder. — Bemerkt sei noch, dass sich alle von uns erwähnten Bedeutungen von ורם resp. צמת in Mg. finden. — Da nun die Flüsse versiegt sind, so kommen die Karawanen, welche, um zu ihnen gelangen, ihre Route krümmten (Umwege machten), in eine Oede und gehen zu Grunde; hatten die Karawanen von Tema und Saba nach ihnen ausgeschaut und auf sie gerechnet, so gerathen sie in Schande und Schmach, da die sorglos dorthin zogen (es ist zu lesen בשו כי בטח באו עלית. So auch Hoffmann. Der Sing. עדיה ist auffällig und steht wohl absolut für ein neutr.: bis dahin). 6, 24. ומה ist hier nicht Relat. oder in dir. Fragesatz, sondern nach dem Folg, direct fragend: ״Und worin habe ich gefehlt? Lasst es mich wissen!“ Monatsschrift. 40. .Tn!»,gang. 20

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