Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 7 (April 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-04-01
- Page
- Seite 303 (sequence 15)
- Language
- German
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Beiträge zur Erklärung des Buch es Hiob. 303 aber ist schwerer . . In diesem Sinne ist כ״ע auch sonst im Hiob gebraucht; vgl. zu 7, 21. 6,4. Es sei an dieser Stelle nochmals auf Barth hs Ableitung des Woites עדך vom arabischen ״beschädigen, aufreiben“ 11 in gewiesen, die auch in Gesen. Lex.11 s. v. angegeben wird, ohne für das Hehr, weiter verwendet zu werden; also: ״Eie Schrecknisse Gottes vernichten mich.“ Man vgl. jedoch das durch Metathesis mit obigen! ערך zhgde עכר ,,betrüben, vernichten“ (— עקר?). 6, 10. Man wird zugeben, dass die Bedeutung ואפלדה ,,auljubeln“ (Szoicl a. a. 0. p. 60 vergleicht פלל mit lat. saltare und so auch חילה mit ״ מהולReigen“) hier in den Zusammenhang absolut nicht passt. Wenn es auch für Hiob in seinem namenlosen Schmerze eine Beruhigung ist, sich sagen zu dürfen, er habe Gottes Gebote treu befolgt und somit die Strafe nicht verschuldet, so würde er, selbst ob solchen Trostes, hei seinem ungeheuerlichen Leiden doch nicht aufjubeln. Schon Haseln hat darauf hingewiesen, dass das Wort 57174 Xs^ojjisvov sei. und es durch das neu hebräische ״ סלדglühen, brenne]), brodeln“ übersetzt. Seinem Beispiele folgen Ibn Esra, Gersonides 11. a.; vgl. auch das Targ. (ואביע בלתיתא). Das scheint mir auch an! richtigsten zu sein. Die Stelle würde dadurch folgende Uebersetzung erhalten; (V. 9.) ״Würde mich auch Gott zu Tode quälen, — (AL 10) so wäre es für mich immer noch ein Trost, wenn ich auch aufspringen würde (wie das brodelnde AA'asser) im (erbarmungslosen) Schmerze (oder: ohne dass er :sich erbarmt), dass ich nicht aufgehoben die Worte des Heiligen“. — In bab. Bechor. 43b uni wird unter den körperlichen Gebrechen des Priesters etc. auch חוממו סולל genannt, was von Raschi durch דטיי״ה (frz. retallle ״abgeschnitten“), von Gerson b. Jehuclah aber durch ״gekrümmt, gebogen“ erklärt wird.) Hervorgehoben sei noch die Feminin albilclung des Wortes חילה, entstanden aus dem bibl.-hebr. חיל, welche, wie überhaupt der Genuswandel, ein Characteristicum der neuhebräisch eil Sprache ist; vgl. Strack-Siegfried, Lhb. d. neuhebr. Spr., § 68b; P. Hille], d. Nominalbildg. in cl. Mischn. 1111 Bibl.-Hebr. kommt das Wort als Masc. vor. Ebenso ist נחוש (AL 12) wahrscheinlich Substantiv, und zwar eine Masculinbildung aus dem bk. כחשת. 6, 14—15 erheischen eine andere Erklärung als bisher. Die Schwierigkeit der Stelle ist nicht verkannt worden und scheint mir noch jetzt der Lösung zu bedürfen. Ich beginne mit Y. 14 einen ganz neuen Gedanken und folge derjenigen