Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 7 (April 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-04-01
- Page
- Seite 299 (sequence 11)
- Language
- German
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Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. 299 im Hebr. recht scharf zum Ausdruck gebracht. Es ist ־vielmehr das Parti cip des intensiven Polel von ״ אורhell sein“ und bedeutet ״die Erhelle!־“. Vortrefflich stimmt dann dazu ' der 2. Satztheih Während אדרי היום diejenigen (Sterne?) sind, welche sonst den Tag zu erhellen beginnen (z. B. der sog. Morgenstern), sind העתידים ערר לויתן die, welche (nicht dazu geeignet sind, sondern) dazu hingesetzt, bestimmt sind, das Mondgestirn zu erwecken und die Nacht heraufzuführen. Von beiden hätte jene Geburtsnacht so verwünscht sein sollen, dass weder die Nachtgestirne ihren Einzug noch die Tages- Sterne ihren Ausgang beleuchteten. In diesem Sinne fährt auch V. 9 fort, jedoch nicht als Potentialis, sondern als Irrealis, wie Yv. 2 ff. ״Wäre doch . . .“ Also: ״Wären doch finster (geblieben — sc. für immer) die Sterne ihrer (Abend-)Dämmerung (da sie hereinbrach), hätte sie doch vergeblich auf Licht (während sie dauerte,) gehofft und nimmer die Morgenwimpern geschaut (sc. den Morgen)!“ Sämmtliche Phasen der Nacht werden hier also verwünscht! — Diese Auffassung scheint mir passender, als eine, die nach 7, 4 נשף als ״Morgendämmerung־“ nimmt und den obigen Satz vollständig auf die Tagesgestirne bezieht, — Der Erwägung werth scheint mir eine Bemerkung des Aruch (s. v. לדת) zu sein, der unter Hinweis auf eine Talmud stelle (jer. Moed kat. I 80d) das obige Stichwort durch ״Trauer“ erklärt. Das betr. Citat des jerus. Talm. lautet: תכי לא תעורר ״ אשה לדתה כמועדin einer Baraitha ist gelernt• worden: Nicht soll eine Frau ihre Todtenklage anstimmen an den Zwischentagen des Festes“. Darauf erklärt Rabbi Nachm an, im Namen R. Mana’s den Ausdruck לחתה durch Hinweis auf unsere Hiobstelle (כמה דתימר העתידים עורר לויתן). Der Ausdruck עורר wird vorher durch ״ מזכירתו בין המתיםsie gedenkt seiner (des Verstorbenen) unter den (übrigen Todten)“. — ־Uebertragen wir diese Auffassung auf unsern Text und sehen davon ab, לויתן in der gegen Ende des Buches und sonst gebräuchlichen Bedeutung zu fassen, so erhält לויתן die Bedeutung ״Trauer(gesang)u im Gegensatz zu רננה. (Y. 7). Der Yers müsste dann übersetzt werden: ״Es mögen ihn ver- ־wimseben die Verwünsche!* des Tages, (da das Unglück hereingebrochen,) die dazu bestellt sind, den Klagegesang an zustimmen.“ Gemeint sind Klagemänner (anstatt der sonst bekannten Klageweiber). Ygl. auch Ihn Esra, Mg. J. E. erklärt darnach ארד,* יום durch ״ ספרניםMänner, die den Klage gesang an stimmen.“ לויתן wäre gleichbedeutend mit לויתם