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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-04-01 · Heft 7 (April 1896) · p. Seite 295

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 7 (April 1896)
Article
Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
Date
1896-04-01
Page
Seite 295 (sequence 7)
Language
German
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Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. 295 als eia Philosoph, daran ging, das dem Buche zu Grunde liegende Problem zu behandeln. Das geht besonders daraus hervor, dass das Bacli für die drei Freunde die Familienan geh öiigkeit genau zu bestimmen weiss, von Hiob aber nichts Anderes kennt, als das Land, in dem er lebte und dessen Kenntniss sieh in der Ueberlieferiing erhalten hatte. Es scheint also, dass die den Freunden und Hiob zugeschriebenen Zwiegespräche vorfasst wurden, als man sich um die Fest- Stellung der Familien kümmerte, d. h. nach der Rückkehr aus dem Exil, Die historische Person des Hiob war zu bekannt, als dass man sich veranlasst gesehen hätte, ihre Familie n an gehör! gk eit näher zu bestimmen. Abgesehen von der durchaus auffälligen Schreibart, wie sie sich in den Elihu-Eeden zeigt, fallen letztere in Bezug auf die Zeit ihrer Niederschreibung ganz besonders auf. Während bei Hiob weder ein Taternoch ein Familienname, bei Hiob’s Freunden nur der letztere Name steht, weiss der Verfasser nicht nur den Vater und den engeren Familienkreis ElihiFs, sondern auch seine Abstammung von einem berühmten Ahnherrn genau an zu geben. Das ist eigentlich nur denkbar, wenn die Reden späteren Ursprungs sind. Fielen die sprachlichen Eigentümlichkeiten, die sich nicht gerade in seltenen Formen, auch nicht, aw. Ap zeigen, durchaus nicht ins Gewicht, so könnte man eine einheitliche, einmalige Redaction wohl annehmen. Dem Verf., welcher z. Z. Eliliu’s lebte, waren genauere Angaben über die Namen der Väter der ״drei Freunde^ nicht bekannt oder geläufig, obwohl er ihre resp. Familien (vom Hörensagen) kannte, und noch weit weniger wusste• er über die Person des vorezechielischen Hiob mehr anzugeben, als seine Heimat. Die Reden Gottes an Hiob gehören zu den Dialogen zwischen Hiob und seinen Freunden. Ich kann schliesslich nicht umhin, nochmals darauf hinzuweisen, dass es auch mir mehr als wahrscheinlich ist, dass wir cs beim Buche Hiob mit einem Drama zu thun haben, eine Annahme, die durch die zeitlich späte Fixirung des Buches gar sehr gestützt wird. Ich verweise noch auf Leon Oulos, etude sur le livre de Job, These, Montauban 1891 8. 22 ff., der es auch ״pendant oriental de la tragödie grecquo nennt; nur darf man, nicht die historische Persönlichkeit des Hiob in die Patriarchenzeit hinaufversetzen (S. 19). Sodann wäre noch zu nennen: Horn, d. Buch Hiob in ״Deutscli-evangel. Blättern“, 1892, 573—92, der für die gleiche Auffassung eintritt, die Elihureden aus sch eidend (591). Nach

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