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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-04-01 · Heft 7 (April 1896) · p. Seite 294

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 7 (April 1896)
Article
Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
Date
1896-04-01
Page
Seite 294 (sequence 6)
Language
German
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294 Beiträge zur Erklärung des Baches Hiob. Hau ran gelegen 'haben oder :gar mit diesem identisch sein soll; denn ,,die mündliche üeherliefenmg der Völker hat in der Wissenschaft gemeinhin nur einen sehr untergeordneten Werth“. Auch hier erkennen wir wohl den Streit um die Geburtsstätte eines Geisteshelden, der noch dadurch scheinbar an Berechtigung gewinnt, dass es wohl mehrere עוץ gegeben hat. Das עלץ, mit dem wir es in Hiob zu thun haben, ist wohl dasselbe, ־wie das Jer. 25, 20 vorkommende, welches (vgl. Keil z. St.) ebenso, ־wie das in Thron. 4, 21 genannte, in der Habe von Idmnäa und der ägyptischen Grenze zu suchen ist. Somit waren auch die geschäftlichen und freundschaftlichen Beziehungen zwischen Hiob und den gen. Judäern durchaus begreiflich, zu denen übrigens auch der junge Eühu zu rechnen ist. Auch treten die sabaisehen Karawanen (vgl. 1, 15) mit den Judäern in Verbindung (Joel 4, 8), und die Beziehungen zu Aegypten sind nicht zu verkennen. Wenn ich nun meine Ansicht dahin zusammenfasse, dass Hiob (vgl. 13, 24) in Wirklichkeit z. Z. Ezechieks, resp. nicht lange vor ihm gelebt (in der Nähe der Landschaft TD), dass aber das nach ihm benannte Buch erst unter S’rubbabel’s Nachkommen resp. von diesen endgiltig recligirt wurde, so möchte ich zugleich das Augenmerk der Exegeten des AT’s auf die zeitlich wohl in dieselbe Periode gehörenden Schriften, wie Sprüche Salomonis, Koheleth, Psalmen (?), richten und zu bedenken gehen, dass die Nachkommen S’rubbabels der Davidisclien resp. Salomonischen Familie angehören, deren Ahnherren vulgo als Verfasser der letztgenannten Bücher gelten. Vgl. die Aeusserung Luther’s u. A. (Cornill, Einltg. in d. AT 235). Es erübrigt uns noch, nachdem wir den vermeintlichen Endtermin der Redaction des Buches festzusteilen versucht, die Frage zu erörtern, oh das Buch einen einheitlichen Charakter trägt oder erst durch mehrfache Einschaltungen das geworden ist, was sein gegenwärtiger Umfang uns zeigt. Nach der vortrefflich orientirenden Uebersicht, welche Cornill a. a. 0. giebt, darf ich mich kurz fassen. Meines Erachtens hat sich im Anschluss an Ez. 14, 14. 20 die Nachricht von dem herben Missgeschick einer frommen und wohlhabenden, historisch beglaubigten Persönlichkeit, des Hiob, während des babylonischen Exils erhalten und schliesslieh die Eassung erhalten, welche uns die rein erzählenden Stücke des Buches, Pro- und Epilog, bieten. Die drei älteren Freunde Hiob’s gehören;nicht dazu; sie sind erst hinzugekommen.

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