Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 7 (April 1896)
- Article
- Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob
- Date
- 1896-04-01
- Page
- Seite 293 (sequence 5)
- Language
- German
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Beiträge zur Erklärung des Buches Hiob. 293 dass wir an ihr nicht von ,,Männern, wie . . .tL koren, sondern ■— und darauf fuhrt ganz besonders cler Name DanieFs — von einem wirklichen Noah, Daniel und Hiob. — Es sei jedoch darauf hingewiesen, dass wir, wenn war auch Hiob zeitlich unmittelbar vor oder zu der Zeit Ezechiels datiren, noch keineswegs behaupten, Ezechiel sei der directe Verfasser des Huches oder der Elihn-Reden, so nahe eine solche Yermuthung nach den obigen Ausführungen auch liegt. Obgleich es nicht durchaus nothwendig ist, mit Corn 111 (Einleitung in d. A.T 2, S. 206, vgl. auch Halevy ln Rev. d. Etucl. juiv., tome XXIV, 1892, p. 47 f.) anzunehmen, Ez. IS ,müsse früher datirt werden als Hiob, ist es doch nicht unwahrscheinlich, dass der Redactor des B. Hiob einen viel umfassenderen Weitblick und eine etwas freiere und selbstständigere Auffassung in der Behandlung des ihm wichtigen Problems zeige, als der von Ezechiel, und darum wohl mehr in eine Zeit zu setzen ist, wo es galt, Muthlosigkeit und Fatalismus überall zu bekämpfen und das Selbst- und Zweckbewusstsein zu lieben. Die Abfassung des Buches in seinem poetischen Gewände und seiner Durcharbeitung dürfte somit in die Zeit fallen, wo der neue Tempel und Staat seinem Aufbau und seiner Vollendung entgegenging. Das geht nicht nur aus den mehrfach zu Tage tretenden persischen Religionsanschauungen hervor, die übrigens mit Assyrisch-Babylonischem gemischt sind, lind nicht nur daraus, dass capp, 32—36, deren ursprüngliche Zugehörigkeit allerdings stark bezweifelt wird, von uns einem. Manne in den Mund gelegt werden, den wir als Enkel S’rubbabeFs ansehen, sondern vielmehr ganz besonders aus den unzähligen neu heb rar sehen Worten und Bildungen im Buche, deren Zahl wreit, weit grösser ist, als man bisher angenommen hat. In der Zeit eines Esra aber nahm die hebräische Sprache einen ,,neuen“ Aufschwung1). Es ist noch von Bedeutung, die Gegend des ,,Landes“ Hz (עלץ) festzustellen. Ich schliesse mich keineswegs Wetzstein’s eingehender Auseinandersetzung an, wonach es im 1) Vor den im Talmud (bab. Bab. bathr. 15a unt.) angeführten Anschauungen der Anioräer über die Lebenszeit Iliohs verdient besonders die von R. Jochanan u. seinem Schüler R. Eleasar ausgesprochene. Hiob habe zu den aus Babylonien zurückgekehrten Exulanten gehört, schon deshalb die meiste Beachtung, weil ihre Ansicht eine frei geäusserte ist׳, die nicht auf blossen Wortanalogi een basirb. — B. Szold, d. Buch Hiob (Baltimore 1886), XXI,. vermuthet, dass der Prophet Maleachi der Redactor des Buches war..