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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-03-01 · Heft 6 (März 1896) · p. Seite 264

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 6 (März 1896)
Article
Isachar Bär, gen. Berend Cohen, der Gründer der Klause in Hamburg, und seine Kinder
Date
1896-03-01
Page
Seite 264 (sequence 3)
Language
German
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264 Isachar Bär gen. Berend Cohen. Häusern der Kinder Berend Colien’s beschieden war. Keinem yon ihnen war die Lebensdauer des Vaters gegönnt; Alle wurden sie vor der Zeit hinweggenommen. Am Frühesten wurde Juspa aus der Reihe der Brüder hinweggerafft. Er hatte hereits durch Jahre zum Wöhle der Gemeinde das Amt eines Einnehmers oder Kassenwarts verwaltet, als ihn am Sabbalh, den 24. Januar 1739 der Tod seiner gesegneten Wirksamkeit entriss 1). Aber auch der Stern, der über dem Hause Seligmann Ooherds geleuchtet hatte, war im Sinken begriffen. Hanna Wertheimer war am 5. Februar 1738 ihrem Gatten und ihren Kindern, aber auch ihren edlen Werken allzufrüh geraubt worden2). Als hätte sie alles Glück der Ihrigen mit sich genommen, brach auch der finanzielle Ruin über das eben noch in so unbestrittenem Ansehen dastehende Haus Seligmann Cohen*s herein. Er war in Stockungen geratken und gezwungen worden, die Zahlungen einzustellen, so dass im Jahre 1740 der Concurs angemeldet werden musste3). Es waren nur augenblickliche Schwierigkeiten, die ihn in diese verhängnisvolle Lage gebracht hatten. Es war nur eine Frage der Zeit, wann die Forderungen der Gläubiger befriedigt sein würden. Die Folge hat es gelehrt, dass der Käme Seligmann Cohen unbemakelt aus dem scheinbaren Zusammenbruche seiner Glücksgüter hervorging, der Concurs in Ehren aufgehoben wurde und die Erben, vor Allem sein Sohn Isaac Seligmann Cohen die gesellschaftliche Stellung des Taters wieder einnahmen. Aber der daran sich hätte erfreuen dürfen, war an gebrochenem Herzen bereits Donnerstag, den 2. Februar 1741 in’s Grab gesunken. Unaufhaltsam strömte die Klage in der Gemeinde ob des vorzeitig verlorenen Führers und Anwalts; unbeirrt durch sein Unglück, bricht der Dank für die durch den jähen Tod abgebrochenen Verdienste in den Lobeserhebungen hervor, die Seligmann Cohen auf seinem Leichensteine gezollt werden 4). Ahraham Meir, dem Zeltenbewohner unter Berend Cohen’s Söhnen, war allein ein längeres Erdenwallen beschieden. Aber das Jähe des Schicksalswechsels, das diese Familie erfahren hat, ist auch ihm nicht erspart gehlieben. Als Isaac Selig Kara, der Sohn des Glogauer Rabbiners Jehuda Löh Kara, nach achtzehnjähriger Wirksamkeit im Juni. 1755 durch 1) S. Anhang Nr. II, 4. 2) Kaufmann, Samson Wertheimer 99 N. 1. 3) S. Anhang Nr. V. ף Ib. Nr. II, 5.

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