Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 6 (März 1896)
- Article
- Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
- Date
- 1896-03-01
- Page
- Seite 251 (sequence 11)
- Language
- German
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Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch. 251 '(1באוני ממנו בקרשי דורות לא כל שכן. Die Paraphrase in beiden Targumini zum folge ט den Verse jedoch beweist, dass Jeruschalmi hier nicht sowohl dem Talmud, als vielmehr Leviticus r. folgt. Während es nämlich im Talmud und ebenso im Siphr a-) zu dieser Stelle einfach heisst הודה ולא בוש משה לומר לא שמעתי אלא אמר שמעתי ושכחתי, hat Leviticus r. 13, 1 noch den Zusatz, der sich sonst nirgend findet: ,מיד וישמע משה ריטב בעיניו הוציא כדוד לכל המחכה ואמר אני טעיתי את ההלכה ואהרן אחי לימד לי, und dem entspricht auch bis auf’s Wort die Uebersetzung des Jeruschalmi: כיון לשמע משה ושפר פתנמא באפוי ואפיק כרוז בכל משריתיהון דישראל ואמר אנא הוא דאיתעלמית הילכתא מיני ואהרן .אחי אליף יתה לי. Und nun noch ein Beispiel aus Tanchuma! 6) Num. 21,15 behandeln beide Paraphrasen die in doppelter Version vorliegende Sage von der wunderbaren Rettung Israelis und Vernichtung der ihm auflauernden Feinde in einem engen, von zwei sehr nahe benachbarten Bergen eingeschlossenen Arnon - Tkale. Durch plötzliches enges Zusammenrlicken beider Berge, heisst es, ־wären die hervorspringenden Felsen zacken des einen Berges in die Höhlen des gegenüberliegenden Berges eingedrungen und hätten die in ihm verborgenen Feinde zermalmt, so dass ihr Blut in die Bäche des Arnon sich ergossen. — Soweit stimmen nun beide Relationen überein. Nur über die Art, wie Israel davon Kenntniss erhalten, gehen sie aus einander, und das hängt mit der verschiedenen Deutung der Textworte את והב בם ופה zusammen. Nach der einen Relation, Berachoth 54-a, hätten את und הב, zwei A ussätzige, die ״am Ende‘* 1 des Lagers (כסופה) vorausgezogen wären, das Wunder zuerst bemerkt und davon den Israeliten die Mittheilung gemacht. Nach der andern dagegen, die Tanchuma1) Chuckath 20 (ed. Buber45) bietet, wären die Israeliten, ״ohne das Wunder zu ahnen“, über die noch immer vereinigten Berge hinweggegangen. Damit sie aber von dem Vorgefallenen Kunde erhielten, sei der sie begleitende Brunnen in die Höhlen ein- 1) Vgl. auch Aboth di R. Nathan Cap. 87. 2) Der jedoch die Schlussworte אלא אמר שמטת' ושכחתי nicht mehr hat. 1) Und daraus übernommen Bemidb. r. sect. 19, 14 und Jalkut z. Stelle.