Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-03-01 · Heft 6 (März 1896) · p. Seite 247

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 6 (März 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-03-01
Page
Seite 247 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
91% known words query
IRI
…/2829132-2829682-2829689-2879785--27017-2879807
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

Das Fragmenten-Targmn zum Pentateuch. 247 diese! jüngeren Werke, welche nirgend ganz unb e rück sich tigt gebliehen sind, tritt naturgemäss besonders stark in denjenigen Partien des Pentateuchs hervor, za AvelcLien die tannaitischen. Midraschwerke nicht vorliegen, so ganz vorzüglich in der G־enesis. Dass aber Jeruschalmi hier tliatsächiich nur aus diesen, späten Quellen geschöpft hat, und nicht etwa an eine mögliche Entlehnung der gleichen Haggada’s aas älteren, wenn auch uns unbekannten Schritten zu denken ist, beweist tbeils die Uebereinstimmung auch in Form und Wortlaut, theils die Verwendung solcher Iiaggada’s, deren Autoren selbst einer Spätem Zeit, nicht selten erst dem vierten oder gar fünften Amoräergeschlechte angehören, ganz besonders aber die nicht gerade seltene Erscheinung, dass hissveilen mehrere, in den genannten Quellen neben einander vorgetragene, zum Theil verschiedenen Autoren angeliörige Auflassungen und Auslegungen einer und derselben Schriftstelle sich ebenso vereint ini Jeruschalmi zu dieser Stelle wieclerfinden. Um jedoch jedem Zweifel nach dieser Richtung hin von vornherein zu begegnen, schicken wir dem eigentlichen Quellen- Nachweis einige wenige Beispiele voraus, welche ganz beso.nders geeignet sind, die Abhängigkeit des Jeruschalmi vom Talmud und den erwähnten jüngeren Haggada-Werken ausser Frage zu stellen. 1) Zu Ex. 30.19 war der halachische Zusatz des Jonathan ויסבון מניה בנפזילא דכיא , wie wir oben (S. 154) gesehen, bereits im Jeruschalmi enthalten. Die Quelle hierfür ist aber, wie gleichfalls bereits oben bemerkt, einzig und allein der babylonische Talmud (Sebachim 21a und 22 a), und dies um so sicherer, als die Frage, ob die Priester die Waschung im Becken seihst vornehmen dürfen, vom Talmud daselbst zwar aufgeworfen, aber unentschieden gelassen wird: איבעי׳ להו מהו לקדש ידיו ורגליו בכיור ממנו אמר רחמנא ולא בתוכו או דילמא אפילו בתוכו. Jeruschalmi entscheidet also, nach der bekannten Regel in fraglichen Fällen, nach der erschwerenden Seite, ebenso Maimonides, Biath ha-Mikdasch 5, 10 (vergi auch das. 11 עד שירתק בכלי). 2) 1711111. 11, 26 liegt die Abhängigkeit vom babyl. Talmud noch klarer zu Tage. Auf die Frage, was Eldad und Medad prophezeit hätten, antwortet Siphre zur Stelle: ״Mose werde sterben und Josua das Volk in’s Land führen“ ומה היו אומרים ,משה מת ויה וסע מכנים את ישראל לארץ. Tanchuma, und nach ilmi Bemidbar r. er-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.