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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-03-01 · Heft 6 (März 1896) · p. Seite 246

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 6 (März 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-03-01
Page
Seite 246 (sequence 6)
Language
German
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246 Das Fragmente ti-Targam zum Pentateuch. lässt sich dessen später Ursprung auf directem Wege, aus inneren Gründen nur noch überzeugender nachweisen und mit voller Sicherheit feststellen. Lass vor Allem das Frgm.-Targ., nicht minder aber auch dessen Quelle, das Jeruschalmi, die Version des Onkelos schon vor sich gehabt und benutzt haben, hat das vorige Capitel bereits dargethan. Dabei sind aber noch alle diejenigen Stellen unberücksichtigt geblieben, in welchen das Jeruschalmi theils die Uebersetznng des Onkelos wörtlich seiner Paraphrase einverleibt1) hat, theils geradezu den Commentator des 011kelos ahgiebt2). Dass ihm ferner auch das babylonische Propheten-Targum bereits Vorgelegen habe, ergiebt sich aus dem Frgm.-Targ. zu Gen. 40, 23, wo das Propheten-Targum zu Jer. 17, 5 u. 7 fast unverändert angeführt wird. Ob Numeri 24, 19, wo nach der Nürnberger Hs. 3) im Frgm.-Targ. zu lesen ist רשיצי ית כל מה דמשתייר מן כרכא חייבא דהיא רומי, den Untergang des weströmischen Reiches voraussetzt, wie Zunz meint4), soll hier nicht näher untersucht werden. Zutreffend aber bleibt es in jedem Falle, dass das ,,jerusal. Targum“ jünger ist als dieses Ereigniss ״und“־ — wie Zunz mit Recht weiter hinzufügt — ״selbst als die babylonische Gemara, deren Stil, Inhalt und Studien sehr deutlich hervortreten‘4. Freilich versteht Zunz unter dem ״jerus. Targiim“ hauptsächlich Jonathan, an dessen jungem Ursprünge heute keinerlei Zweifel mehr bestehen. Indessen behält dieses UrtlieiL seine volle Giltigkeit auch iu seiner Anwendung auf das eigentliche Targum Jeruschalmi, die Quelle beider palästinensischen Targumim. Prüft man nämlich die paraphrastiscken Zusätze des Jeraschalmi, insbesondere die haggadisehen Elemente darin auf ihre Quellen, so lassen sich als solche, neben der Mischna und den halachischen Midraschim, namentlich die beiden Talniude, Tanchuma und von den Rabboth Genesis und Leviticus rabba mit voller Bestimmtheit feststellen. Die Benutzung 0 M. vergl. z. B. Ex. 14, 13, wo Onkelos anverändeit citirt wird. 2) 80 z. B. Gen. 3, 22, wo die sehr prägnante Uebersetzung des Onkelos in beiden paläst. Versionen durch eingeschobene, erläuternde Sätzchen verdeutlicht wird. 3) In dieser Hs., die mir erst seit Kurzem vorliegt, heisst es auch richtig אדום statt פרם in den Ausgg. Ebenso ist auch G. 15, 12 אדום היא מלכותא רביעתא statt פלכוותא דפרסיא zu lesen. Endlich heisst es auch in dieser Hs. Hum. 24, 24 statt פדעתא רבתא der Ausgg. מדעת א איפליא, wonach oben S. 107 ff. zu berichtigen ist. 4) G. V.2, S. 79, Anm. c.

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