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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-03-01 · Heft 6 (März 1896) · p. Seite 244

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 6 (März 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-03-01
Page
Seite 244 (sequence 4)
Language
German
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244 Das Fragmenten-Targum sum Pentateuch. stimmend berichtet wird, durch Einmauern vernichten-1), und Aehnliches wird von seinen! Enkel Gamliel II erzählt Und noch am Ende des zweiten Jahrhunderts will sein Nachkomme, der Patriarch R. Juda I mit einem solchem Targum nicht viel milder verfahren wissen* 2). Dem entspricht auch ganz, was von Jonathan b. Usiel, dem Schüler Hillel’s, erzählt wird, dass er nämlich ursprünglich die Absicht gehabt, neben den! Propheten-Targum auch ein solches zu den Hagiographen anzufertigen, aber wegen des entschiedenen Widerstandes, auf den er dabei gestossen, schliesslich davon Abstand genommen habe 3). Alle Quellen stimmen somit darin überein, dass gerade in älterer Zeit schriftliche Targumim überhaupt streng perhorrescirt waren*, und was insbesondere ein solches zum Pentateuch betrifft, so ist nirgend auch nur von einem Yersuch dazu die Rede. Wenn daher Geiger4) mit einer jeden Zweifel ausschliessenden -Bestimmtheit nicht nur von der Existenz eines ,,aus ältester Zeit“ stammenden, schriftlich fixirten Pentateuch-Targum, sondern auch von dem ,,grossen Ansehe11a, dessen es sich zu erfreuen gehabt, ja sogar von seinen! Charakter und seiner inneren Beschaffenheit Genaues zu berichten weiss, so verdankt er diese Kenntniss jedenfalls nicht den Quellen, welche von alledem Nichts wissen, eher aber das Gegentheil bekunden. Denn, wenn R. Jochanan, die grösste palästinensische Autorität, das alte Yerbot nichtgriechischer Uebertragungen des Pentateuchs noch immer als zu Recht bestehend angesehen5), so beweist das sicher, dass zu seiner Zeit, also um die Mitte des 3. Jahrhunderts in Palästina ein bestimmtes, schriftlich fixirtes Pentateuch-Targum jedenfalls noch nicht bekannt war, am allerwenigsten aber ein solches allgemein angesehenes, ,,ans ältester Zeit“ נ) Tosefta Sabb. 14. א׳ ר׳ יוסי פעם אחת הלך ר׳ הלפתא אצל רבן גמליאל לטבריא מצאו שיושב על שולחנו של יוחנן בן דכזוף! ובידו הפר איוב תרגום והיד, ל!וךא בו אמר לו ר׳ חלפחא וכור הייתי ברבן גמליאל חוקן אבי אביך שחיה יושב על גבי מעלה בהר הבית והביא לפניו ספר איוב תרגום ואמר לבנאי ובנאו תחת הנדבך. באותה שעה שלח רבן גמליאל וגנזו ר' יופי בר׳ יהודה אר עריבה של טיט כפה עליו; ebenso in den oben angeführten Parallelstellen, nur fehlt in j. Sabbath der Theil, der sich auf Gramaliel II. bezieht. 2) Daselbst heisst es dann weiter רבי אומר שתי תשובות בדבר טיט לא היה בהר הבית דבר אחר וכי מאבדין אותו ביד, אלא מניחין אלתו בם לום התרופה והן מרקיבין מאיליהן. 3) Megilla 3 a. ף Urschrift 8. 452. 5) Vgl. ob. S. 243 Anm. 4.

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