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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-03-01 · Heft 6 (März 1896) · p. Seite 243

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 6 (März 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-03-01
Page
Seite 243 (sequence 3)
Language
German
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Das Fragmenten Targum zum Pentateuch. 243 Gegen das hohe Alter dieses Targums spricht ferner die Thatsache, dass für die Existenz eines besonderen palästinensisehen Targums zum Pentateuch, sei es in alter, sei es auch nur in amoraischer Zeit, sich nirgend auch nur die geringste Andeutung findet. Aus der Erwähnung eines Hiob-Targum zur Zeit des Patriarchen R. Gamliel I1), also um die Mitte des ersten Jahrhunderts, mit Zimz zu folgern, dass es noch Yordem auch ein Targum zum Pentateuch gegeben haben müsse 2), ist ganz unberechtigt, da gegen ein schriftlich fixirtes Pentateuch-Targuni ganz besondere Bedenken Vorlagen. .Noch um die Mitte des 2. Jahrhunderts erklärt R, Simon b. Garnliel3) die schriftliche Uebertragung des Pentateuchs in eine andere als die griechische Sprache für verboten, und dieser Ausspruch gilt noch etwa 1.00 Jahre später dem Amoräer R. Jochanan als massgebende und bindende Norm4)• Dass dieses Yerbot keine Beachtung gefunden, wie Zunz meint, ist jedenfalls nicht erweislich und, ־wenigstens für die ältere Zeit, auch sehr unwahrscheinlich. Hat es doch offenbar schon einen schweren Kampf gekostet, auch nur die Abfassung des Propheten-Targum zu ermöglichen, wie aus Megilla 3 a zu ersehen ist! Und dass auch die Uebersetzung der Septuaginta, obwohl man späterhin die griechische Uebersetzung gerade für gestattet hielt, zu ihrer Zeit in Palästina als eine schwere Yersündiguiig am Judenthum angesehen worden ist, beweist der Bericht darüber im Tractat Sopherim5). Uebrigens ist ja gerade jener Bericht über das oben erwähnte Hiob-Targum selbst der beste Beweis dafür, dass ein geschriebenes Targum selbst zu den Hagiographen in alter Zeit streng verpönt war und nicht geduldet wurde; denn Gamliel I, vor den eben dieses Targum, offenbar als ein novum, ״gebracht“ worden war, liess dasselbe, wie überein-!) Tosefta Sabb. c. 14, j. Sabb. 16, 1. b. Sabb. 115 a Sopherim 5, 15. 2) Gr. V.2, S. 65. Ohne Zweifel hat sich Zunz hier wie in der weiteren Ausführung daselbst von der irrthümlichen Auffassung leiten lassen, dass die aramäische Uebersetzung des Onkelos mit der von dem Proselyten Akilas im Aufträge R. JElieser's und R. Josua's besorgten griechischen Uebersetzung identisch sei. 3) Mischna, Megilla 1, 11; als Grund wird im j. Talmud das. angeführt .בדמו ומצאו שאין התורה יכולה להיתרגם כל צורכה אלא יונית ף Megilla 10b. 5) 1, 7. מעשה בה' וקנים שכתבו לתלמי המלך את התורה יונית .והיה היום קשה לישראל ביום שנעשה העגל* Auch soll dieser Tag als Unglücks tag ge־ gölten haben, vgl. G-raetz, Gesch. d. Jud. III, Note 2. 16*

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