Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 6 (März 1896)
- Article
- Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
- Date
- 1896-03-01
- Page
- Seite 242 (sequence 2)
- Language
- German
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242 Das ]Tragmeiiten-Targum zum Pentateuch. hat mit einer ,,freien“ Targunnistik, selbst wenn sie in Wirkliehkeit gerade die ältere Form gewesen wäre, nichts zu thun. Freiere Ilebersetznngen finden sich freilich hie und da auch in alten Versionen, und dass namentlich Onkelos• in einzelnen Partien paraphrastisch verfährt und auch die Benutzung der Haggada nicht verschmäht, ist ja bekannt. Allein abgesehen davon, dass das babylonische Targum auch in solchen Fällen von der Haggada immerhin nur massigen Gebrauch macht, bleibt dessen Paraphrase auch immer in den Grenzen einer UebertTagung, die dem Texte stets folgt und Rechnung trägt, wenn sie ihn auch bisweilen nur in freierer Fassung wiedergiebt. Die Haggada selbst wird hier zur Version, in welcher sie nur benutzt und verwerthet wird, im Uebrigen aber völlig aufgellt. Umgekehrt dagegen geht beim Jerusalem!״ sehen Targum die Version vielfach direct in den Midrasch über. Die Haggada erscheint hier nicht nur fast durchweg’ als selbstständiger Factor, völlig unabhängig vom Text und losgelöst von der eigentlichen Version, sondern zumeist auch noch ganz in der ihr eigentümlichen Form und Einkleiclung, mit all den Wendungen, Schriftdeutungen und Schriffbelegen, die uns aus Talmud und Midrasch-Werken an ihr bekannt sind, so dass man sehr häufig den Eindruck empfängt, als habe man überhaupt nicht ein Targum, sondern einen Midrasch vor sichJ). Auch die Art, wie der Gaon Hai־) über dieses Targum sich auslässt, sieht nicht danach aus, als ob es zu seiner Zeit als ein ״uraltes11 Targum angesehen worden wäre. Wusste er doch kaum zu sagen, ob es auch nur in ״die Tage R. Aschi’s“ hinaufreiche, oder überhaupt ״erst ganz jungen Ursprunges“ sei[ ג) Um nur einige Beispiele anzuführen, verweisen wir auf das Frgm.-Targ. zu Gen. 15, 12; 28, 10; 80, 25; 85, 9. Ex. 12, 42; 14, 13; 15,12. Lev. 1? 1; 22,27; 24, 12 (־und die Parallelstellen). Rum. 12, 1; 13, 16; 21, 7. 15. Deut. 1, 1; 2T, 15; 32, 1. 3 u. a, 2) תשובות הגאונים ed. Harliavy Mo. 248, S. 124 (vgl. auch No. 15, 3. 7). Wir setzen hier den Anfang des Be&ponsums wörtlich her: ושל דברת אשר אמרבו בעניין המתרגם פסול כצורתו והמוסיף עליו כי זד- ווה שניתם מגורם וכי אין לבו אלא תרגומא-דילן כאשר פורש בתלמוד, וששאלתם תרגום ארץ ישראל משום מאן איתמר ופירז שא דאית בקםנות ואגדות מאד הוי עלייהו: אין אנו יודעין תרגום ארץ ישראל מי אמרו ואף אין אנו יודעין אותו נרפו ולא שמענו ממנו אלא מעם. יאם מסורת בידם כי מימות חכמים הראשונים הי׳ נאמר בציבור כמו ר׳ אמי ור׳ אלעאי ור* אבון ור׳ אבא ור׳ יצחל נפחא♦ או אפילו בימי ר; אבא ור׳ חנניה האחרונים שהיו בימי ר׳ אשי גם כתרגומא דילן חשוב, שאלמלא כן לא היה נאמר כפר איתר עולם כאלה- ואם מחודש הוא דרכו באשר אמרנו א״ע״פ בי רחול בעינינו מאוד שהוא מחורש . . .