Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 6 (März 1896)
- Article
- Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
- Date
- 1896-03-01
- Page
- 241 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/2829132-2829682-2829689-2879785--27011-2879801- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuehisehen Targumim. Von Dr. Jacob Bassfreund. _ (Fortsetzung.) Y. Das Targum Jcruschalmi ein uaclitalinudis dies Targum. Es war von vornherein ein wunderlicher Gedanke, das ״jerusalemische Targum“ in die Zeit der ersten Tannaiten zu verlegen, oder ihm auch nur die Priorität vor Onkelos einzuräumen. Was wir sonst noch von palästinensischen Targumim besitzen, wie das II. Bsther-Targum1), die ״Toseftau und die Fragmente des Propheten-Targum im ßeuchlin 5sehen Codex, ist sehr jungen Ursprungs und rührt jedenfalls erst aus nachtalmudischer Zeit her-). Und die Thatsache, dass das pentateuchische Jeruschalmi auch ein Stück wie das alphabetische איזל משה enthalten hats), wofür nur die Es ther ־ Targumim ein Analogon bieten, sollte allein schon ausreichen, um auch dieses Targum derselben Zeit zuzuweisen. Auch das Ueberwuchern der Haggada in demselben, hinter welcher die eigentliche Yersioo oft ganz verschwindet, ist sicherlich auch kein Merkmal höheren Alters. Yollends aber die Art, wie die Haggada in diesem Targum ihre Verwerthung findet, müsste jeden Zweifel an der Jugend desselben ausschliessen. Denn was das Targum nach dieser Seite hin bietet, findet seine Analogie wiederum nur in jenen späten Targumim, namentlich dem II. Esther ־Targum 4) und!) Wir nennen hier nur solche Targumim, welche mit• voller Bestimm theit als palästinensisch zu bezeichnen sind. In Bezug auf das II. Targum zu Esther vgl. "bei Zunz, G. V.2 S. 83. 2) Eür die Pragmente des Propheten-Targum vgl. man den Nachweis bei Bacher a. a. 0. S. 4 ff; beim Esther• Targum und der dasselbe benutzenden Tosefta versteht sich das von selbst. 3) Vgl. ob. S. 54. 4) Man vgl. insbesondere die zahlreichen Anführungen von Schriftversen theils in der Ursprache, theils in aramäischer Uebersetsung, sowie die sie einleitenden Formeln דכן כתבא מפרש u. s. w. bei Frgm.-Targ. u. dem II. Esther-Targum. Monatsschrift. 40. Jahrgang. 16