Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 5 (Februar 1896)
- Article
- Isachar Bär, gen. Berend Cohen, der Gründer der Klause in Hamburg, und seine Kinder
- Date
- 1896-02-01
- Page
- Seite 226 (sequence 7)
- Language
- German
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226 Isachar Bär gen. Berencl Cohen. seiner eigenen Wohnung wohl auch die Klause sich befand, sollten das Eigenthum der Stiftung bilden, für die noch ein Capital von fünftausend Reichsthalern Courant zur Erhaltung ausgesetzt wurden. Eine Schuld von tausend Reichsthalern Courant, die auf den Häusern lastete, sollte ans den! Fachlasse getilgt werden. Am Liebsten hätte es Berencl Cohen gesehen, wenn die Gemeinde das Capital übernehmen wollte, uni daraus ständig die Zinsen zur Erhaltung der Klaus Stiftung zu zahlen. Sollte dies nicht geschehen können, so sollte das Geld angelegt oder zum Ankauf von Häusern verwendet werden, deren Miethzins der Stiftung gehören würde. Die Pflicht, die Häuser und das Capital, für die Stiftung zu verwalten, obliegt testamentarisch Seligmann Cohen und seinen Erben, und nur in dem Palle, als der Erstgeborene dieser ’Verpflichtung nicht nachkommen könnte, den übrigen Brüdern und ihren Rechtsnachfolgern. Die Legate, die Berend Cohen zur Vertheilung an Arme lind Yerwandte bestimmte, unter denen er auch die Kinder seiner Pflegetochter Glückei bedachte, betragen viertausend״ vierhundertsieben Reichstiialer und. eine Mark. Davon sollen ach tzehnhundert vierundsiebzig Reichsthaler nach dem Zahlenwerthe des Namens des Stifters bei Eröffnung des Testamentes zur Vertheilung gelangen u. z. in der Weise, dass 574 Reichsthaler an die Armen der Gemeinden Altona und Hamburg in Theilbeträgen von sechs Thalern, 200 an die von Altona, Hamburg und Wandsheck zu je zwei Thalern, 400 an die von Seligmann Cohen auszuwählen den armen Gelehrten nach dem Loose zu je sechs Thalern, 600 an PhÖbus b. Rnben Türk, 100 an Mirjam Eschbach und die Zinsen von 800 an Reizehen, die Gattin des Michael Znnz ausbezahlt werden. Im Sterbejahre sollen die Gelehrten .der Klause auf die Zahl von achtzehn sich erhöhen, von denen Jeder, die Schriftgelehrten noch über ihrem Gehalte, 100 Reichsthaler ausbezahlt erhalten. Sie sollen dafür die Verpflichtung übernehmen, bis zum ersten Jahrzeitstage ein volles Jahr hindurch Facht und Tag für das Seelenheil des Dahingeschiedenen in seinem Lehrhanse dem Talmudstudium obz 11 liegen. Obendrein erhalten sie dafür am ersten Todestage des Stifters je hundert Mark. R. Samson Bloch, dem die!Fürsorge für die getreue Erfüllung dieser Wünsche aufgetragen wird, erhält ausserdem ein Legat von hundert Reichsthalern. Ausser dieser in der eigenen Klause angeordneten ständigen Seelenfeier werden in Worms, Altona und Hamburg noch je zehn Arme, denen je 200 Thaler dafür ausgesetzt sind, damit