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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-02-01 · Heft 5 (Februar 1896) · p. Seite 225

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 5 (Februar 1896)
Article
Isachar Bär, gen. Berend Cohen, der Gründer der Klause in Hamburg, und seine Kinder
Date
1896-02-01
Page
Seite 225 (sequence 6)
Language
German
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Isachar Bär gen. Berend Cohen. 225 Cohen’s, war nach der Sitte der Zeit früh der Mann Hanna Wertheimer’s, der Schwiegersohn des allmächtigen Schützlings dreier deutscher Kaiser, Samson Wertheimer’s, geworden. In dem Gnadenbriefe, den Karl TI. am 4. Mai 1713 seinem Oberhoffactor verleiht, in jenen! Familienprivilegium, dessen huldreicher Bestimmungen kein zweites jüdisches Haus jener Tage sich berülmien konnte, erscheint Seligman Berent Salomon 4), wie der Sohn Berend Cohen’s amtlich genannt wird, bereits als Wertheimer’s jüngster Tochtermann und kaiserlicher Factor, wohnhaft in Hamburg. Im Geschäfte des Schwiegervaters thätig, hatte Seligmann, wenn auch Hamburg sein ständiger Wohnsitz geblieben war, häufig Veranlassung, nach Wien zu kommen, wohin auch Frau und Kinder ihm zu längerem Aufenthalte zu folgen pflegten. In die Wiener Erde, im Fried־־ hof der Rossau, ward auch am 31. Mai 1719 sein Kind gebettet, ein Knabe, der den Kamen von Samson Wertheimer’s Tater Josel trug* 2). Mit den häufigen Reisen Seligman’s hat auch sein Tater rechnen zu müssen geglaubt, als er am 10• August 1725 seinen letzten Willen niederschrieb, mit dessen Vollziehung er seinen Erstgeborenen betraute, den nur in dem Falle, als er von Hamburg abwesend sein würde, der älteste der Brüder vertreten sollte. Berend Cohen war ein Greis in hohen Jahren, als zum ersten Male die Veranlassung an ihn herantrat, sein Haus zu bestellen3 4). Rüstig und geistesfrisch noch im späten Alter, weilte er mit festem Gedächtniss hei den Erinnerungen seiner Kindheit und vermochte Jakob Emden4), denn ihn erkenne ich als seinen Berichterstatter in dem ״greisen R. Bär Cohen‘‘, von den ״Wilnern“ zu erzählen, die 1656 in der zweiten Verfolgung unter Bogdan Chmielnicky vor allen ihren Landesgenossen an Geist und Gelehrsamkeit her vor geragt hatten. Die Sorge um die Talmudklause und deren Sicherung in allen Wechselfällen der Zeit war, was Berend Cohen am meisten am Herzen lag. Beide Häuser, das von seinem Sohne Seligmann bewohnte und das Rachbar-Haus, in dem neben 9 D. Kaufmann, Urkundliches aus dem Leben Samson Wertheimer’s 84 und 86. 2) Die mir von Rabb. Dr. Salomon Luchs s. A. mitgetheilte Grabschrift N: 528 lautet: פ״ם הילד יוזל בן מדור' זעל(ו)[י]מן מהמבורג נפפזר ביום ד י״ג ביון תע״פזל תכצבד 3) S. sein Testament im Anhang K: I. 4) In dem Fragment der Selbstbiographie Emden’s nach dem herichtigten Texte in אוצר הספרות IV, 436: כך סח לי הישיש הייה דבער כהן. Monatsschrift-. 40. Jahrgang. 15

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