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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-02-01 · Heft 5 (Februar 1896) · p. Seite 224

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 5 (Februar 1896)
Article
Isachar Bär, gen. Berend Cohen, der Gründer der Klause in Hamburg, und seine Kinder
Date
1896-02-01
Page
Seite 224 (sequence 5)
Language
German
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224 Isachar Bär gen. Berend Cohen, ־Weisung und das wahre Licht dieser Welt strömen würde, eine Stätte aufzurichten, in der die Lampe der Lehre nicht er-־ löschen würde, auch wenn längst die Hände zerfallen sind, die sie gezündet haben, das war die unwiderstehliche Sehnsucht seines Herzens, an deren Erfüllung er sich weiden wollte seinen ganzen Lebensabend lang. So entschloss er sich denn um’s Jahr 1707, neben dem Hause, das er selbst bewohnte, solch eine Zufluchtsstätte der Gotteslehre zu errichten, in dem vier Gelehrte yon Ruf und Bedeutung den Altar des Studiums gleichsam unausgesetzt in Brand erhalten sollten, damit Licht und Wärme davon ausgehe für IST ah e und Perne. Berend Cohen war aber auch wohl berathen, als er diese Stiftung aufrichtete. Mehr als sein ganzes Yermögen, das die Wandelbarkeit aller Glücksgüter nur zu bald erfahren sollte, hat die Talmudklause von Hamburg seinem Andenken geleistet, das literarischer Nachruhm allein davor bewahrt hat, in die Nacht ewiger Yergessenheit herabzusinken, die so viel Gute und Gerechte schon verschlungen hat. Ephraim, der Sohn Samuel SanweTs, aus der in Hamburg verbreiteten Eamilie Hekscher, der Schwiegersahn des berühmten Rabbiners von Glogau, Jehuda Loeb Kara, nachmals Beisitzer des Rabbinates der drei Gemeinden, war der Erste, der mit drei neben ihm berufenen Gelehrten die neue Talmudklause bezog, deren Namen und Angedenken er durch ein schriftstellerisches Denkmal1) befestigte. Auch Samson Bloch, der!Fromme genannt, Heehasid, der Urheber neuer5 Tosafot zur Mischna, auch.® durch die Angriffe bekannt, die er von der streitbaren Kritik Jakob Emden’s erfahren2), zierte später durch sein Ansehen das neue Lehrhaus. Durch Reichthum und gesellschaftliche Stellung ausgezeichnet, von einer der grössten und berühmtesten Gemeinden Deutschlands durch ein ständiges Yorsteheramt geehrt, als Anwalt und Fürsprecher seiner Glaubensgenossen vor den Behörden weithin genannt und gepriesen, hatte Berend Cohen durch die Aufrichtung der mit so reichen Mitteln ausge statteten Talmudklause vollends־ sich zu der Stufe erhoben, auf der die Mächtigen von Famen und Einfluss unter seinen Glaubensbrüdern in Deutschland standen. Er war es werth und würdig geworden, dass das Auge seines Heimatsgenossen, des Wormsers Samson Wertheimer, sich auf ihn lenke, als er damit umging, seiner jüngsten Tochter den Gatten zu wählen. Juda Seligmann, der älteste, der Erstgeborene unter den Söhnen Berend לחת חן (נ Altona 1733, 20. 2) Vgl. Wagenaar תולדות יעבץ p. 34 n. 287.

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