Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-02-01 · Heft 5 (Februar 1896) · p. Seite 202

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 5 (Februar 1896)
Article
Studien über Joseph Kimchi
Date
1896-02-01
Page
Seite 202 (sequence 2)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2829132-2829682-2829688-2879719--26962-2879743
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

202 Studien über Joseph Kimclii. Letzterer wird yoii JK in seinen Schriften erwähnt1). Auch werden Erklärungen von ihm benützt. Wir finden Spuren von der Benützung IE;s seitens JK’s in Bezug auf Worterhlärungen, die den in Italien vor 1155 verfassten Commentarien IE’s entlehnt sind. So z. B. die etymologische Erklärung von חבש binden — herrschen2); von ״ פעםHammer“ (Jes. 41,7) im Zusammenhang mit ״ פצםMal“3); die Erklärung־ von שליש (Exod. 14, 7)4 5) 11. A. m. Es soll jedoch in Nachstehendem der Beweis versucht werden, dass seinerseits auch IE den JK gekannt und benutzt hat, wobei wir zunächst von den chronologischen Fixierungen der Schriften beider Autoren ausgehen müssen. In der Vorrede zum ם׳ הגלוי &) werden den etwaigen Gegnern JK’s, die ihn der Vermessenheit wegen seines Auftretens gegen E’ Jacob Tarn zeihen sollten, in Bezug auf Letzteren die Worte in den Mund gelegt: ר׳ יעקב אשר בצילו נחיה בגרים. Dieser Hinweis auf die Stelle in Klagel. 4, 20 6), wo von dem zeitgenössisehen König die Bede ist, erhebt es zur Sicherheit, dass damals B’ Jacob Tarn nicht nur noch am Leben •war7), sondern gerade im Zenitli seines Buhines stand. Es war dieselbe Zeit, als IE den Stolz des Spaniers vor der gefeiertesten Grösse Frankreichs beugte. Wir brauchen also keineswegs anzunehmen, dass JK’s schriftstellerische Thätigkeit, da er ja schon vorher das ם׳ זכרון verfasst hatte, erst auf die von IE nach seiner Niederlassung* in Südfrankreich gegebenen Anregungen zurückzuführen sei8). 1) Vgl. Bacher in der Einltg. zum ׳ וכדוןD, p. XIII und Anm. 28. — Bacher’s Bemerkg., dass unt. d. י״א im וכדון p. 2, Z. 11 IE gemeint sei, mit Hinweis auf seine Schrift ״Ahraham Ihn Esra als Grammatiker“, p. 47, ist insofern nicht ganz zutreffend, als IE sich dort einer ganz anderen Wendung bedient, als JK; vgl. Bacher 1. c., p. 47 Anm. 12. 2) Ygl. ם׳ הגלוי p. 100, art. חבש U. IE zu Jes. 3, 7 und Hiob 34, 17; s. weit. unt. bei den Etymologieen. 3) ם׳ הגלד, p. 141 art. מ פעם. IE zu Jes. 41, 7. 4) ס׳ וכדון, p. 28. unt. שלשה u. IE in Zaclioth (ed. Lippmann) 40 a—b u. Exod. 14, 7. 5) P2 ־• 6) Ygl. Raschi z. St., der es auf Josia bezieht, während IE darunter Zidkia verstehen will. Erstere Ansicht dürfte wohl die richtige sein, da Zidkia’s ganze Führung nicht die Epitheta רוח אפנו משיח ה׳ rechtfertigt. 7) Dagegen kann nicht in Betracht kommen, dass wir im הגלוי ,D, p. 56, § 130 bei Anführung von R. Jacob Tarn die Eulogie רע finden, da dieses entschieden ein Einschiebsel sein muss, indem wir nirgends sonst, auch hei den sicher schon vorher Verstorbenen, in JK’s Schrift, die Eulogie angewendet sehen. 8) So vermuthet Bacher in Winter und Wünsche’s Anthologie 1. c.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.