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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 4 (Januar 1896) · p. Seite 190

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 4 (Januar 1896)
Article
[Rezension]
Date
1896-01-01
Page
Seite 190 (sequence 3)
Language
German
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190 Besprechungen. bespricht B. 3B f. die Deutungen; Mapia/a xopi0$ ex ךevoeg poo oder ex, Yevv^oeoj? poe. Statt vom Sicheren auszugehen und מר in xopios zu erkennen, verbaut sich B. den Zugang zur richtigen Erklärung durch die Annahme, das Ende des Wortes sei ,יד gedeutet und der Anfang מהרי von הרד, einer gänzlich unannehmbaren Unform, übersetzt worden. Ich vermuthe, dass die Schreibung Mapia/x oder MapiapfW) (Mariammi gesprochen) den Uehersetzer zur Voraussetzung eines zu Grunde liegenden מרי עמי Herr meines Yolkes oder meiner Gehurt, Ahstammung veranlasst hat. So lange keine einleuchtendere Ableitung vorliegt, muss auch für Mapia vmpioo 0<ppa־pc die Erklärung SteiningerTs hei B. 84 angenommen werden, dass eine Ideenassociation mit dem persischen Worte Muhr Siegel die Deutung Siegel Jah’s hervorgerufen habe. Bei griechischen Kirchenschriftstellern und syrischen Lexikographen ist eine Erklärung im Umlauf, die, mehr oder minder deutlich hervortretend, Maria als Geschenk Gottes auslegt. ,,Den Schleier des Ursprungs der Erklärung, sagt B, 48, kann ich allerdings nicht lüften. Vielleicht hat man das Wort מרים als ein Derivativum von der Wurzel רום aufgefasst und demselben mit Rücksicht auf ein anderes Derivativum von derselben Wurzel ״ תתמהGeschenk“, die Bedeutung ,,Geschenk“ zueignen zu dürfen gemeint.“ Die Unmöglichkeit dieser Ableitung springt in die Augen. Die Deutung, meint B. 50, ist ״aller Wahrscheinlichkeit nicht erst auf syrischem Bodeu entsprossen.“ Mir scheint, dass nur ein Syrer mit dem Klang des Wortes Maria sein מהר יה Geschenk Gottes appercipirte. Aber ich gehe weiter und behaupte, dass aus hebräischen Eigennamen auch im Hebräischen auf eine Eorm מהר des Wortes, das gewöhnlich מתר heisst, geschlossen werden müsse. Die Erklärung des Eigennamens 2 מהרי. Sam. 28, 28 Eiliger, die noch die neuesten Wörterbücher entstellt, sollte aus der hebräischen, Lexikographie verschwinden. Ich erkläre mir diesen Namen einfach als den verkürzten Ueberrest einer verschwundenen Namensfoxm מהריהו• Wie שמי aus מתני ,שמעיהו שמעי aus דודי/ מתרה aus, ישי ,דורית aus ,חני ,י^זיד aus ששתי ,הניר aus שבתיה entstanden ist, so ist zu מהרי eine ursprüngliche Eorm מ הריהו vorauszusetzen. Der Name, der im Hebräischen fehlt, ist im Phönicischen מהרבעל Mapßakos erhalten. Merkwürdigerweise ist er auch hier nicht erkannt worden; Renan übersetzt ihn Revue des etudes juives Y., 161, 172: ceiui qui s’empresse antour da Baal. Wie aus מתן der Eigenname מתניה ׳מתניהו und מתני entstanden ist, so ist aus seinem Synonymon מתר, für das wie im Syrischen und Arabischen auch מהר im Gebrauche gewesen sein mus, ,מהדיר und מהדי gebildet worden. Ist doch auch der Name Matthäus מתי nichts Anderes als ein gekürztes מתחיה. Die Deutung des Namens Maria Geschenk Gottes ist deshalb für uns noch durchaus durchsichtig und als nahezu sicher auf syrischem Boden entsprossen erkennbar. Die ausführlichste Behandlung hat B. p. 50—76 der auf Hieronymus zurückgehenden Deutung von Maria stella maris gewidmet. Diese Auslegung, die in der Kirche die allgemeinste Verbreitung gefunden hat

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