Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 4 (Januar 1896) · p. Seite 153

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 4 (Januar 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-01-01
Page
Seite 153 (sequence 9)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2829132-2829682-2829687-2879652--26902-2879676
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Das Fragmeatan-Targum zum Pentateuch. 153 Man vergl. endlich auch das Citat Num. 17, 5 שרידך בעיטפך, aus Ex, 4, 6, mit der Uebersetzung Jonathairs zur Steile יאעל כדון ידך בחובך Onkeles dagegen hat gleichfalls בעטפך. Mit der von uns oben charakterisirten Eichtling der Jonathan ,scheu Yersion hängt es auch zusammen, dass er Wiederholungen gleicher Zusätze vermeidet. So findet sich der Zusatz zu G. 49, 2 bei Frgm.-Targ. auch Deuteronomium 6, 4; bei Jonathan dagegen nur an letzter Stelle und dazu auch noch sehr stark gekürzt, während er an erster Stelle die Tersion des Onkelos benutzt. Ebenso findet sich bei Ergm.- Targ. der Zusatz zu Num. 21, 35 auch an der Parallelstelle Deut. 3, 2 nochmals wiederholt, bei Jonathan dagegen nur an erster Stelle, während er sich Deut. 3, 2 mit der eiufachen Uebertragung des Onkelos begnügt. Nur der Zusatz דץ הוא חד מן ארבעתי דעין Lev. 24,12 wird, aus leicht, begreifiichen Gründen, auch bei den 3 übrigen analogen Fällen, Nun!. 9,8. 15, 34. 27,5 wiederholt; aber auch dieser Zusatz ist stark gekürzt, indem die einzelnen Fälle nicht, wie bei Frgm.-Targ., aufgezählt, sondern nur allgemein angedeutet und charakterisirt werden. Ob und inwieweit Jonathan neben Onkelos und Jeruschalmi noch ein anderes Targum benutzt habe, und was andererseits als eigene Zuthat Jonathan’s1) anzusehen sei, muss einer besonderen Untersuchung Vorbehalten bleiben. Falsch aber wäre es jedenfalls, wollte man die halachischen Elemente, die allerdings bei Jonathan vorzugsweise vertreten sind, während Frgm.-Targ. ziemliche Zurückhaltung gegen die Hai ach a zeigt, dem Jeruschalmi vollständig abspreche n und als ausschliessliches Eigenthum Jonathan’s ansehen. Dass auch im Jeruschalmi keineswegs die Halacha ganz gefehlt, dass es auch in dieser Beziehung dem Jonathan vielfach als Quelle gedient, darüber kann kein Zweifel sein, wie hier an einigen Beispielen gezeigt werden soll. ב) Als Beispiele solcher Uebersetzungen, die weder dem Jeruschalmi noch Onkelos entnommen sind, seien hier angeführt: Gen. 2, 25 ולא יתבששו Jon. ולא אמתינו ביקדיהון, von בשש (od. ״ (בושsäumen“ nach G. r. 18,9; Jer. wie Frgm.-Targ. (vgl. Ar. ברת); ib. 31. 29 יש לאל ידי Jon. אית ם פיק א, Jer. אוכלוסין סגיאין (Ar. אית חילא .0 ,(אובלוסא; Ex. 19, 21 וגפל סמנו רב, Jon. רב דבהון, Jer. und Frgtn.-Targ. אוכלוסין.סגייץ (vgl. Ar. סגי .0 ,(אובלוסא. G. 42, 21 בדתחכנו אלינו, Onkelos מתחכז לבא, Jer. מפרפר קדמינון (vgl. Ar. 1 פרפר), Jon. מפייס לנא.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.