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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 4 (Januar 1896) · p. Seite 150

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 4 (Januar 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-01-01
Page
Seite 150 (sequence 6)
Language
German
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150 Das Pragmenten-Targum zum Pentateuch. Kürzungen, so wird namentlich das wiederholte בכניישתיהון דישראל ובבית מדרשיהרן übergangen. Yielfache Aenderungen zeigen auch die Zusätze zu 40, 12 und 18. Zunächst befinden sich die Worte גבטינא ובליבנא ובכל פולחנא באנפי ברא) bei Jonathan an Unrechter Stelle, sie gehören, wie bei Frgm.-Targ,, der Para־־ phrase zu Y. 18 an als nähere Bestimmung der תלתי שיעבודיא und sind wohl nur in Folge des gleichlautenden עתילין למשתעבדא hinaufgekommen. Ferner ist das pleonastischc [דאינל מתילי בפנוליא in Y. 12 bei Jonathan fortgelassen und der Schluss stark gekürzt und nur dem Sinne nach wiedergegeben. Weit mehr noch gekürzt ist der erste Theil in Y. 18, wo von den einzelnen Leiden der Israeliten in Aegypten, sowie von ihrer bevorstehenden Befreiung 'Nichts erwähnt ist; ebenso ist auch hier der Schlusssatz kurz umschrieben. Auf dieses Bestreben Jonathan’s, aus der Paraphrase des Jeruschalmi nur den Kern herauszuschälen, alles Entbehrliche aber auszuscheiden, ist auch eine Erscheinung zurückzuführen, die bei ihm regelmässig wiederkehrt und geradezu typisch ist, nämlich die, dass er Anführungen von Schriftversen, soweit sie nicht durch den Zusammenhang selbst direct bedingt sind, vermeidet. In dieser Beziehung tritt der Unterschied zwischen ihm und dem Frgm.-Targ. besonders markant hervor. Wir haben bereits oben bei Frgm.-Targ. eine grosse Anzahl von theils directen, theils indirecten Anführungen kennen gelernt, wobei aber diejenigen noch unberücksichtigt geblieben sind, die aus den Propheten herrühren oder im Urtexte wiedergegeben sind. Alle diese Anführungen, indirecte oder directe, aus dem Pentateuch oder den Propheten, in aramäischer oder hebr. Sprache, vermissen wir bei Jonathan vollständig, und Wendungen, vcie דק כתבא מפרש, דק הוא מפרש oder למקיימא מה דאמר בתבא, die uns bei Frgm.-Targ. wiederholt begegnen, würden wir hei Jonathan vergeblich suchen. Diese Erscheinung zeigt sich uns zuerst G23 ,40 ,־, wo die beiden Yerse ans Jeremia fortgefallen sind, sodann ib. 49, 22, wo das Citat aus G. 41, 43 übergangen ist. Ebenso fehlen in dem Stück ארבע לילדון, Ex. 12, 42, sämmtliche, bei Frgm.-Targ. und M. Y. angeführten Yerse, desgleichen Lev. 22, 27 das Citat aus G. 18, 7ר ferner Num. 21, 7 das 1) Citat aus Ex. 1, 14 nach der Version des Jonathan.

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