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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 4 (Januar 1896) · p. Seite 147

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 4 (Januar 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-01-01
Page
Seite 147 (sequence 3)
Language
German
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Das Fragmenten־Targum zum Pentateuch. 147 Wir lassen hier zunächst einige Beispiele folgen, bei ־welchen sich dies um so sicherer feststellen lässt, als ־wir behufs Vergleichung nicht auf das Frgm.-Targ. allein angewiesen sind, sondern auch noch eine andere Quelle zu Rathe zu ziehen in der Lage sind. Zu Gen. 47, 21 wird hei Aruch (Art. 7 גל) ein grösserer Passus aus Jeruschalmi angeführt, welcher lautet [ללא יהוו מונין לבנוי דיעקב ואמרין להון אכסנאי גלולאי, genau übereinstimmend mit Frgm.-Trg. Bei Jonathan aber ist diese Stelle nur dem Sinne nach kurz wiedergegeben durch מן בגלל אלוי ליוסף ללא יתקרון גלוילאי. Wahrscheinlich erschien es ihm bei einer Massnähme Joseph’s angemessener, von dessen Brüdern zu reden als von den Söhnen Jacob’s (vgl. Chullin 60b). Zu Gen. 38, 25 und 26 liegt neben den beiden palästinensischen Targumim auch noch die ״Tosefta“ vor, und zwar in doppelter Recension (in den Ausgg. und in der Wiener Hs.J), ausserdem zu V. 25 auch noch zwei Citate bei Aruch aus Jeruschalmi. Jonathan weist hier viele Kürzungen auf, so gleich im Anfang heim Gebete Tamar’s, wo unter Anderem auch die Anrufung Gottes als ״Erhörer der Bedrängten zur Zeit der Nofch“ übergangen ist. Dass diese Stelle aber im Jeruschalmi selbst enthalten war, beweist die Anführung hei Aruch (Art. אננקי). Zu demselben Verse (בתרגום ירושלמי לל,יא מוצאת) citirt Aruch (Art. כלא) ausserdem die Stelle במכילתא דאיניש מיכול בה מיתכיל. Dieselbe findet sich, jedoch erst V. 26, im Frgm.-Targ. und in etwas veränderter Form auch in der ״Tosefta“ der Wiener Hs.; Jonathan aber bat weder diesen Satz selbst, noch die weitere Ausführung, die sieb bei Frgm.-Targ. daran knüpf. Offenbar schien ihm beides entbehrlich, da ja das in beiden Targumim weiterhin folgende למיכלא קביל מיכלא (bei Frgm.-Targ. מבילא לקבל מכילא) denselben Gedanken genügend zum Ausdruck bringt. Andererseits ergiebt sich ans diesem Citate bei Aruch, dass dieses ganze Stück ebenso wie hei Jonathan auch im Jeruschalmi selbst noch zu Vers 25 gehörte, während es Frgm.-Targ. zu V. 26 gezogen hat. Beide Versionen aber wissen nichts von einem Engel, der die Pfänder versteckt, und derjenige, der sie wiederfinden lässt, heisst hei ihnen Michael; nach beiden Becensionen der ״Tosefta“ dagegen ist es Sammael, der sie versteckt, lind Gabriel, der sie finden lässt, in genauer Hebereinstimmung mit dem Talmud (Sota 10b), dem Jeruschalmi hier von Anfang bis zu Ende folgt. 1) Bei Seligsohn a a 0. S. 88. 10*

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