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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1896-01-01 · Heft 4 (Januar 1896) · p. Seite 146

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 4 (Januar 1896)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1896-01-01
Page
Seite 146 (sequence 2)
Language
German
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146 Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch. lieh die Zusätze, durch welche Onkelos hier vielfach eine Er- Weiterung und Umwandlung erfahren, so dass genau genommen hei Jonathan nur von einer Umarbeitung des Onkelos die Eede sein kann. Indessen soll nicht geleugnet werden, dass man in einem gewissen Sinne allerdings bei Jonathan auch von einer Umarbeitung des Jeruschalmi reden kann, insofern man an die freie Art seiner Benutzung denkt und die mancherlei Yeränderungen, die es dabei erfahren. Dass Jonathan in Bezug auf den Sprachgebrauch diejenige Consequenz, welche dem Frgm-Targ. eigen ist, vollständig vermissen lässt und ganz erhebliche Schwankungen aufweist, haben wir bereits an zahlreichen Beispielen, die sieb aber noch vermehren lassen, wahrzunehmen Gelegenheit gehabt. Zum grossen Theile findet dies freilich seine Erklärung in dem compilatoriseken Charakter dieses Targurn, das an der einen Stelle Jeruschalmi, an der anderen Onkelos berücksichtigt, während Frgm.-Targ. im Allgemeinen nur aus Jeruschalmi excerpirt. Indessen reicht diese Erklärung doch nicht für alle Fälle aus. Bei manchen Ausdrücken ist eine entschiedene Hinneigung zu Onkelos1) nicht zu verkennen, die auch an solchen Stellen hervortritt, welche tkeils mit Sicherheit, tlieils mit hoher Wahrscheinlichkeit als dem Jeruschalmi entnommen, anzunehmen sind2 *). Hoch weit bedeutender aber sind diejenigen zahlreichen Veränderungen, welche die Jeruschalmi-Zusätze bei Jonathan in Bezug auf ihren Inhalt aufweisen. Während das Frgm.־ Targ. auch nach dieser Richtung hin zumeist eng an seine Vorlage sich anschliesst und dieselbe in aller Ausführlichkeit und Breite wiedergiebt, befleissigt sich Jonathan in der Benutzung derselben möglichster Kürze. Alles überflüssige Beiwerk, umiöthige Wiederholungen und Ausschmückungen, wird ausgeschieden, Vieles auch, was ohne Beeinträchtigung des Verständnisses und Zusammenhanges entbehrlich schien, übergangen, Manches nur allgemein angedeutet, Anderes nur dem Sinne nach wiedergegeben. 1) So z. B. טבל für ״eintauckeu“, bei Jer. צבע (Ar. סחא;(צבע ״waschen‘‘ des Körpers, ״ חללabspülen,“ טבל ,,baden“, bei Jer. sänimtlieh durch שזנ (Ar. זג und ״ קבל;(שזגauf J. hören, oder ihn erhören4״, nur 8eiten 80) שמע nur G. 21, 17; 30, 6. 22; Ex. 1, 19; 22, 22; Lev26 .־. 14. 18. 21. 27.) u. a. 2) So namentlich bei angeführten Schriftstellen, worüber weiter unten.

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