Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1895)
- Article
- [Ohne Titel]
- Date
- 1895-12-01
- Page
- Seite 132 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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132 Miscelle. f. 22 Col. 3. Eine vierte Beziehung citirt Norzi zu Deut. 33, 12 (bei Polak, כן גרני s. 64) מצאתי כתוב בם' קבלה הנקרא שער השמים [לר׳ יצחק 'ן לטיף?] בדברו על ע״ב שמות המצורפים מויפע ויבא ויט בשם העשרים [ושש?] שהוא גי יורץ זל״ש ובחשבך חשבון בשם שהוא כ״ו חבר עמו מנין אותיותיו והיה הכל ל׳וסודו כי לה׳ ושמו ייי וזהו שאנו כותבין השם בג׳ יודין והסוד לבנימין אמר והמבין יכי{. Dieselbe Beziehung findet sich in der anonymen Erkiärung des קדיש ed. in חיי עורם Paris 1879 s. 31, wo עכשיו כתוב בעץ י״י שלש יורץ שהם שם של הקב־׳ה שהוא מויסע... (zweimal י״י anstatt 3 Jod), wo עולה בגימטריא ל״ב תיבות nicht so deutlich ist, wie oben bei Eleasar Worms; dieselbe Erklärung in einem Aphorism (ms. München 222 bei Taussig, לה שלום München 1872, S. 72): Daraus hat der Compilator des דחר (Anf. 11,180 תצוה) seinen Wortschwall von den 3 Jod und dem 72buchstabigen Namen fabricirt und ausgesponnen, als ob er, wie moderne Eeuilletonisten, für die Zeile sein Honorar bezogen hätte. . Aber dieser Dunstkreis schliesst nicht mit der geheimkrämerischen Kabbala ab, in deren Schriften sich wohl noch manche andere Stelle finden wird — die eklektischen Lorianer habe ich gar nicht berücksichtigt — sondern auch in philosophischen Kreisen, unter den Anhängern des Maimonides, der über einen Fall befragt wurde1), suchte man ebenfalls in den 3 Jod den Ausdruck eigener Anschauung, Es ist dies eine, bisher kaum erkannte, nirgends dargestellte, merkwürdige Erscheinung, wie die Mystik des Kill. Jahrhunderts aus der Waffenkammer der Philosophie ihr Rüstzeug an einzehren kosmischen und metaphysischen Ideen und Typen holte, wie später die zurückgedrängte Philosophie mystische und kabbalistische Ideen und Sätze im eigenen Sinne umdeutete. Die 3 Jod sind allerdings für den nüchternen Historiker nicht auf dem Wege der Symbolik überhaupt entstanden, sondern auf dem Wege der Graphik; aber sie hatten den Anschein einer Bedeutung und das genügte dem philosophischen דרוש» Der bei den Orthodoxen der Mitte des XIII. Jahrhunderts verpönte philosophische Prediger Jakob AnatoLi (מלמד, verf. um 1230, S. 118) sieht in den 3 Jod in den Scheidebriefen die 3 Welten; der ebenfalls verketzerte Levi b. Abraham (gegen Ende des Jahrhunderts) findet (לוית חן ms. München 58 f. 1) Gutachten דרור N. 7; dieses Gutachten (v. J. 1191) meint Coxonel בן גרד S. 64, neben welchem er Jerocham II, 60 und Nissim Gerundi zu Sabbath ms. citirt.