Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1895)
- Article
- Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
- Date
- 1895-12-01
- Page
- Seite 124 (sequence 16)
- Language
- German
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124 Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik. lieh von dem in der Reihe als Letzter Genannten, nämlich Abraham Ibn Esra belehren lassen. Noch ein Mal erwähnt er die Grammatik S. b. M/s als Hauptquelle für die Lehre Y0n den schwachlautigen Yerben, welche — wie Hadassi angiebt_— von Jehuda b. David Hajjüg, dem Spanier, und Jona Ibn Ganäh erweitert [worden sei.1) Trotz der erwiesenen Unzuverlässigkeit Hadassi’s in derlei Anführungen wäre es von grossem Interesse zu erfahren, ob Sahl b. Mazliach wirklich die schwachen "Wurzeln in gleichem Sinne behandelt hat, Vie sein Zeitgenosse Hajjüg. Doch bietet dazu die Anführung bei Hadassi diese Handhabe. Sehr charakteristisch ist die •Behauptung Hadassi’s, Hajjüg habe sein System der bei Sahl b. Mazliach gefundenen Belehrung zu verdanken. Einen dritten karäischen Grammatiker nennt Hadassi in Jehuda b. Alan, dem Tiberienser, dessen vollen Namen er nur bei Gelegenheit einer von ihm citirten nichtgrammatischen Ansicht aiisschreibt2), während er ihn als Grammatiker nur als den Tiberienser bezeichnet.3 *) Sein Werk nennt er מאור עיניים, ein anderes Mal 4 מאירת עינים) und zwar einmal als Quelle grammatischer Erkenntniss neben dem Sahl b. Mazliaeb/s, das andere Mal5) als Fundort der Nominalformen6). Als einen weiteren, von Hadassi wahrscheinlich benutzten, aber nicht genannten karäischen Grammatiker haben wir den Verfasser des Muschtamil anzusehen7). 1) N. 173, 70) צ b) וצהר פרקי תיבות חסרות פייס ועינם ולמדם כלומר הפי והע׳ והל׳ שלהם . ♦ ♦ כאשר ביארבו ברמו מביאור דקדוק סהל בן מצליח אבואלסרי יר״א משבילי ואלופי לע ובן פירש מלימוד זה והרחיב בספרו יהודה בן לע בספרי דקדולויך (W. דוד חיוג הספרדי ו״ל ויוכה בן גנח (נאנח. 2) K 258, מצאנו גם ליהודה בן עלן (עלאן.1) הטברבי משכילי לע. . . ־מ. 3) 8 ,טברל. Auf. des V. Abschn.; daraus תורני. s. vorige S., Atu«. 4. d) 8. die zwei in der vorbergehenden Anm. citirten Anmerkungen. Es ist fraglich, ob dieses Werk mit dem ס׳מאירת עילם identisch ist, welches Hadassi in der oben erwähnten Liste alter Schriften an zweiter Stelle nennt. 5) S. oben Anf. des Y. Abschn. G) Jehuda b. Aläu wird schon von Levi, dem Sohne Jepheth b. Ali’s citirt (s. Pinsker, L. K. II, 64). Den vollen Namen nennt auch die von Posnanski citirte anonyme grammatische Schrift (p. 21: במסורת יהודה בן עלאן מבני טבריה). Abraham d. Asriel citirt, wie Kaufmann (Monatsschrift 1886, p. 31) plausibel gemacht hat, zwei Mal den auch von Hadassi benützten Abschnitt über die Nominalformen und nennt den Autor: ר' יהודה הנזיר בן ר׳ עלי. Schon früher hatte D. Kimchi eine interessante Stelle über die Ausprache des ר aus dem Werke citirt (s. Geiger, Ozar Nechmad II, 158), aber die Namen irrthümlich so geschrieben: עלי בן .יהודה הנזיל י) S. verschiedene Stellen des Y. Abschnittes. Den ,,Dichter und