Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1895)
- Article
- Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
- Date
- 1895-12-01
- Page
- Seite 120 (sequence 12)
- Language
- German
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120 Jehuda Hadassi’s Hermeneutik und Grammatik. Den arabischen Terminus für den Infinitiv, מצדד, bekalt• Hadassi im Hebräischen beit), ganz so wie Ben Ascher2) nnd Salomon Ibn Parchon3). Nur kurz sei auf Hadassi’s Anschauung über die masso retische Punktation hingewiesen. Er spricht zwei Mal ausfühiiich darüber (163, 1 und 173, LD bis פ) und betont namentlieh, wie das auch Ben Ascher gethan hatte4), die Wichtig־־ keit der Punktation für die Unterscheidung der grammatischen Formen Er sagt: (173, כי אם אין נקוד לא נבין דבר בין צוד (ס לעבד ובין עתיד ומצדד ופעל ופעול ופעל ופועל ופעל ונפער ומפעל ומתפועל ורפתעל והתפעל ופועלל &). Die Punktation ist so alt, ־wie die heilige Schrift selbst, die (iott uns Tollständig, mit Yocal- und Accentzeichen, gegeben hat0). Von dieser Anschauung aus polemisirte Hadassi auch besonders heftig gegen die rabbinisehen Deutungen der heiligen Texte, in denen durch die Formel אל תקרי eine andere, als die durch die massoretische Punktation gegebene Yocalisirung angenommen wird (s. besonders 331 Ende und 332 Anfang). es in Bezug auf die Ibn Esra entlehnte, aber ungenau wiedergegebene Beobachtung (s. Abr. Ibn Esra als Grammatiker, S. 103, A. 5), von den Passivformen Pual und Hophal finde sich nur ein Beispiel der ersten Person des Imperfectura, nämlich אובל (Hiob 10, 19): והוא אקראי מחדשי הלשון (S. IC, Z. 23). Unter חרשי הלשון sind, wie aus S. 17, Z. 23 ersichtlich ist, nicht die Grammatiker zu verstehen (so Posnanski, Einleit. S. 10, Anm. 1), auch nicht die ״Eigenfchümlichkeiten der Sprache“ (ib. S. 12, Z. 2), sondern die ,,Meister“ oder ״Bildner“ der Sprache, d. i. die Urheber der Sprache, die בעלי הלשון oder אנשי הלשון. In diesem. Palle bea. אקראי, dass die vereinzelte Form אובל nur eine zufällige Bildung der Sprache sei, welche von der allgemeinen Regel abweicht (vgl. Monatsschritt, Bd. 38, S. 336). — Zu חרשי הלשון vgl. bei Hadassi (165, (ח וחכמי חרשי מחשבת הלשון- 1) z. B. 165, כל פעל למענהו :5כ ,163;פעם יבוא במצהר בשלמים זב מצדר מסדר אשר מזר. הפעל נפעלות ונלמדות כל, הפעולות . . .. In diesem Satze, der das arabische Wort mit dem hebräischen מסהר paronomastisch verbindet, ist zugleich die Anschauung vom Infinitiv ausgedrückt, wie sie z. B. im oben erwähnten Mascbtamil formulirt ist: פאלמצדד - » . כאן אצלא ללתצאריף אלמכתלפה פי אלפעל ואלפעל עלי אכתלאפה מן בונת אמרא ומאציא ומסתקבלא צאדד ענה . . .. 2) S. Z. d. D. M. G. XLIX, 84. 3) S. Z. f. die A. T. W. XI, 38, Anm. 3• 4) Dikd. ha-Teamim § 9 und 36. 5) Punktirfc aus W. Ebenso sagt er 16bו ,׳: Sogar die Bandestafeln waren punktirt בנקוד וטעמים; denn sonst לא יכולנו להבין עבד ועתיד ויוצא ומצדד וכלל הפעולות. 6) כי בלא נקוד לטעמים לא נתנם אלדדנד. Hadassi scheut sich sogar nicht, die Punktation nebst der S«־hrift und Sprache geradezu auf Adam zurückzuführen: ע ,173) ומאדם נתצו האותיות והכתיבה והלשון והנקוד והטעמים).