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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-12-01 · Heft 3 (Dezember 1895) · p. Seite 112

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 3 (Dezember 1895)
Article
Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
Date
1895-12-01
Page
Seite 112 (sequence 4)
Language
German
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112 Jehuda HadassHs Hermeneutik und Grammatik. die Meinung der betheiligten Personen wiedergiebtl); wie Jos. 2, 7: ״sie setzten ihnen nach,“ während die vermeintlich Verfolgten auf dem Dache verstecht waren (V. 6) 2 3); Gen. 27, 23: Jakob’s Hände waren behaart, nämlich nach Isaak’s Meinung; Exod. 7, 12: die Stäbe ״wurden zu Schlangen“, nicht in Wirklichkeit wie Moses’ Stab, sondern nach der Meinung der von den Zauberkünsten geblendeten Zuschauer. Hierher gehört die Erzählung von David’s scheinbarem Wahnsinn, I. Sam. 21, 14 ff.*, ferner die Aussage vom brennenden Dornbusch, Exod. 3, 12 a). Hierher gehören ferner die verbildlichenden und sinnlichen Aussagen von Gott, die alle metaphorisch sind4). Ferner die Benennung der Götzen als göttliche Wesen5 6); die nur metaphorisch zu verstehenden Gebote in Deut. 6, 8 f.b); die Erzählung von Samuel, der nach seinem Tode Saul erschien (I. Sam. 28) 7). 57. Zurechtweisungen und Tadelworte, die in die scheinbare Form eines Gebotes gekleidet sind8 9)־, z. B. Deut. 28, 36b; Hosea 9, 3 (יאכלו); Ezech. 4, 13c5). 1) N.172 מהגדת הכתוב שאינהיאמתית באמת בי־ אם לרעת הרואה :ל והשומע והשואל. Vgl. dazu Abulwaiid Luaia‘ 313 ff., Rikma 192 f. Aus der Schrifterklärung Ab.’s, S. 2B. 2) s. D. Kimchi z. st.: כפי מחשבתם. 3) .בראיית משה ע״ה ודעתו וכן כלל הנאמרים על אלדדנו ית״ש דמויות וצורות ואברים . . . לדרך ף מעבר ולא לדרך אמה- Hadassi bringt nur wenige Beispiele. Ausführlich hat er den Gegenstand in den Abschnitten zum ersten Gebot (66—93) behandelt. Seine Darstellung und Erläuterung der Anthropomorphismen und Anthropopathismen der heiligen Schrift, mit der eine Kritik der agadischen Kühnheiten, namentlich in den Aussagen über Gott (No. 78 bis 85) verbunden ist•, kann hier nicht näher besprochen werden. Auch in jenem grösseren Excurse gebraucht er häufig den Ausdruck דרך מעבר (ar. מריל! אלמגאו). S. auch No. 48, wo der rabbanitische Kanon ,דברר תודה כלשון בכי אדם angewendet ist (Buchst. ג). Heber מעבד s. auch No. 338, Absatz יהודה Anfang (125 a). רכן שנקראו הפסילים [אלהים] ט״ר מעבר ולא באמת ף, Beispiel Jerein. 2, 11. 6) וכן שאמד וכתבתם . . . וקשרתם . . . לדרך מעבר. s. oben S. 78 (7. Regel Hadassi’s). S. ferner E. Hakkofer, No. 77. .ח והלך רכתוב בדעת הרואה והשואל והוא שאול המלך ♦ . . (י ♦ . . Dies Beispiel nebst anderen, unter der 06. Regel gebrachten bespricht Hadassi ausführlich auch N. 88 Ende und N. 89 Anfang. 8) N. 172, מעבי! תוכחה גנאי ורבה ושמץ . . ♦ אין ממנו עלינו ראיה :כ לקימס ולעשותם. s. Abulwaiid, Luma‘ 317, 3—6, Rikma 193, 36—39, mit folgenden Beispielen: Richter 10, 14, Ezech. 20, 34 Arnos 4, 4, 9) Hadassi fügt noch hinzu, man dürfe aus den Worten .וקולה לא ישמע, I. Sam. 1, 13, nicht das Verbot des lauten Betens ableiten, und bespricht das eingehender. S. darüber auch die Einleitung seines Werkes, zu Anfang (p. löd): חזו אנשים מור ונטלו ♦ .. רמו מן וקולה לא ישמע ולא הביטו אל אלף אלפים רמזים ופסוקים נראים . ♦ ♦.

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