Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 40 (1895-1896)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1895)
- Article
- Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
- Date
- 1895-12-01
- Page
- Seite 107 (sequence 11)
- Language
- German
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Djis Fragmentea-Targam zum Pentateuch. 107 der Schluss in jener Hs. ולא פסק מינה.עור, entsprechend der 4g#ada in Sota 10b ביון שידעה שוב לא פסק ממנה כתיב הבא ולא יסף עור לדעתה וכתיב התם קול גדול ולא יסף. Man sieht daraus, dass es der späteren Zeit, nachdem erst die Zusätze zu Onkelos allgemein üblich und beliebt waren, weniger um treue Wiedergabe des Jeruschalmi als uni die Aufnahme der in ihm enthaltenen aggadischen Elemente zu thnn war, die dann in den Zusätzen nicht nur in veränderter Porm wiedergegeben, sondern auch vielfach durch Hinzufügnng anderer Aggadas vermehrt wurden. Uebrigens dürfte der Umstand, dass die Tosefta ebenso sehr an Onkelos wie das Ergm.-Targ. an Jeruschalmi sich eng am sehliesst, auch auf die Verschiedenheit ihrer Provenienz zurückzuführen sein. Denn, was zunächst die Tosefta anlangt, so ist ihre Heimat zweifellos in Babylonien zu suchen, und zwar stammt sie höchstwahrscheinlich aus Nehardea. Dafür findet sich ein bestimmter Beleg in alten. Machsor-Commentaren vor, in welchen unsere Tosefta die Bezeichnung תרגום נהרדעי führt1). Was dagegen die Herkunft des Frgm.-Targ. hetrifft, so fehlt es hierfür in diesem Targum selbst nicht an deutlichen Spuren, welche uns auf das Abendland hinführen. Wie bekannt, wird die Verkündigung Bileam’s von der einstigen Vernichtung Edoni’s (Hum. 24, 18 und 19) und den! Untergange der Kittim (ib. V. 24) hei Jonathan auf das Köm erreich, das westliche wie das östliche bezogen. Diese Deutung enthielt bereits, wie sich bald zeigen wird, das Targum־Jeruschalmi und hat somit auch dem Ergm.-Targ. vorgelegen. Gleichwohl umgeht dieses Targum mit ivn verkenn־' barer Absichtlichkeit und einer gewissen ängstlichen Scheu diese Beziehung und wagt es kaum, Me und da versteckt darauf anzuspielen. Dies zeigt sich schon hei Vers 18. Der erste Halbvers והיה אדום ירשה ודרה ירשה שעיר אויביו wird in diesem Targum durch ויהי פרם ירתי טורא דגבלא לבעלי דבביהון. , Levy, in seinem chaldäischen Lexikon (I S. 346 b) hat diese Stelle vollständig missverstanden. Er liest ירתי statt TTT und übersetzt: ,,Persien wird in Besitz nehmen den Berg GablaA Abgesehen davon, dass der Plural VTT zum Sing. ויהי nicht passt, widerspricht dieser Auffassung ebensosehr das darauf folgende לבעלי!) Cfr. R. Ephraim aus Bonn in ס״רוש קרובות ms. (bei Zunz G. V.2 83 Anm. a), den Machsor ■Commentar im Machsor Nürnberg (bei Ziemlich Machsor Nürnberg S. 21.). M. vgl. auch Zunz. Lg. S. 21.