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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-12-01 · Heft 3 (Dezember 1895) · p. Seite 105

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 3 (Dezember 1895)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1895-12-01
Page
Seite 105 (sequence 9)
Language
German
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Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch. 105 Was aber diese Tosefta von unserem Frgm.-Targ. wesentlieh unterscheidet und ihr den Stempel einer späteren Ent- Wickelung aufdrückt, das sind die vielfachen Veränderungen, welche die Jerusckalmi-Zusätze bei ihr bereits aufweisen. Allerdings lassen sich Abweichungen vom Jeruschahni-Texte, wie wir bereits oben angedeutet und weiterhin noch aufzuweisen Gelegenheit haben werden, auch schon beim Frgm.-Targ. beobachten. Indessen sind dieselben liier von verhältnissmässig geringfügiger Bedeutung und überdies immerhin nur seltene Erscheinungen. Im Allgemeinen aber darf man ־wohl behaupten, dass die Excerpte aus Jerusclialmi beim Frgm.-Targ. ihr ursprüngliches Gepräge noch bewahrt haben, zum mindesten aber der Vorlage sehr nahe kommen. Das beweist schon die weitgehende Uebereinstimmung mit den Citaten der Alten, sowie die genaue Beobachtung und, bis auf seltene Ausnahmen, auch consequente Durchführung des hei Jerusclialmi üblichen Sprachgebrauchs. Dem gegenüber waltet bei der ״Tosefta41 bereits eine weitgehende Freiheit in der Benutzung des Jeruschalmi. Dies zeigt sich am deutlichsten und augenfälligsten in sprachlieber Hinsicht, durch vollständige Umwerthung des dem Jerusclialmi eigenthümlichen Sprach gut es. Das Ursprungliehe Colorit des jerusalemisclien Targum ist hier fast vollständig verschwunden, und selbst diejenigen Elemente, welche auch Jonathan daraus noch beibehalten hat, würde man vergeblich in den Zusätzen der Tosefta suchen, welche zumeist in der Sprache des Onkelos zu uns reden. Soweit Bibelstellen, sei es direct oder indirekt, angeführt werden, sind sie stets nach der Version des Onkelos wiedergegeben, unbekümmert darum, dass sie bei Jerusch, anders übersetzt sind. Man vergi. z. b. ואמריחס אשתמודע כק הכיתונא דברך היא) in Stück 3 und 5 mit Frgm.-Targ. zu Gen. 38, 26 und Aruch, Art. הכם und חיתא בישתא אכלתיה;פרגוד in stück 4 mitFrgm.- Targ. zu Gen. 37, 33; כדנפבית כיתונא דיוסף אחא וטבילית יתה in Stück 3, sowie כמה דעבדתון לכיתונא דיוסף אחוכון דנכפתון צפיר בר עידן וטבלתון יתה כדמא in Stück 5, mit Frgm.-Targ. zu 38,36 und Aruch, Art. ושדתא כלידך בטועניה;צבע• in Stück 5 mit Jonathan zu Gen. 44, 2; ferner die Ausdrücke בדיל (für בגין ode! מן בגלל) in stück 5, מעדיא (für מעברא) in Stück 4, וזקפת 5ינהא לשמיא (für ותלת, vgl. Frgm.-Targ. und Jonathan zu Gen. 38, 25) in Stück 2 11. s. w. Daneben finden sich in diesen Zusätzen auch rein hebräische Redewendungen, wie solche Ausdrücke, welche

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