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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-11-01 · Heft 2 (November 1895) · p. Seite 79

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 2 (November 1895)
Article
Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
Date
1895-11-01
Page
Seite 79 (sequence 12)
Language
German
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Jehuda Hadassi’s Hermeneutik und Grammatik. 79 54. Hegel Hadassi’s, von der noch ausführlicher die Hede sein wird, einverleibt 1). Die 31. Hegel der Baraitha ist bei Hadassi (Ni 52) anders umschrieben und mit vielen weiteren Beispielen versehen* 2). Die letzte der 32 Regeln ist bei Hadassi die vierte3 *). Von den achtzig Hegeln Hadassi!s kann man mehr als zwanzig als zum ״halachischen Midrasch“ der Karäer gehörig bezeichnen. Sie dienen zur Interpretation der gesetzliehen Vorschriften des Pentateuchs und vertreten die exegetisehen Normen der halachischen Traditioiislitteratur der Rabbaniten. Ich will hier nur eine kurze Ueb ersieht der zu dieser Kategorie gehörigen Hadassi’sehen Regeln zu geben versuchen. 1. פשט. Mit diesem an die Spitze seiner Regeln gestellten Terminus 'verbindet Hadassi nicht den allgemeinen Begriff der natürlichen, einfachen Schrift erklär urig, sondern er wendet ihn für solche Gebote an, deren Sinn offenbar ist lind keiner weiteren Forschung bedarf ±). — 2., 3. סדורים und פרורים בענין. Die Aufeinanderfolge der Texte. Hadassi selbst bringt die erste dieser Normen mit der rabbinischen Regel von den einander benacbbarten Bibeltexten in Verbindung 5). — 8. 9. הקש מפורש und הקש סתום• Unter der ersteren Norm versteht Hadassi Analogien, die in der 11. Schrift ausdrücklich ausgesprochen sind, wie z. B. die mit den Worten כימי נהתה ausgesprochene Analogie, Lev. ג) Auch die 29. Eegel der Baraitha ist ihrem Inhalte nach der 65. Nummer Hadassi’s einverleibt. 2) N. 172, הפייה ת וסכוב חתיכות ממקומם אל מקום אחד :צ. Beispiele: Ps. 45, 6; I. Sam. 3, 3; Deut. 20, 21; Jes. 10, 12, in welchen Versen der Zusammenliang durch eingesehobene Sätze unterbrochen ist. Ferner: Jerem. 11,16 (פרי יפה יפה פרי); Lev. 23, 40 (עץ פרי פרי עץ); Micha 6, 10 (האש עוד עוד ראש). Beispiele anderer Art: Exod. 14, 21 (ויבקעו המים gehört vor וישם); ib. 16, 20 (ויבאש vor וירם); I. Sam. 22, 10, (אחרי האפוד vor חרב). Endlich transponirte Wurzelbuchstaben (מלוח הפובין) wie כשבד.— כבשה U. 8. w. — Vgl. Ahulwalid im 31. und 32. Cap. des Lumar (Rikma p. 207—210). — In N. 5, Buchst. י erklärt Hadassi ארוסה (die Verlobte) als transponirt ans אסורה♦ 3) N. 168, ע ,פ ,צ. Ausser den in der Baraitha gebrachten Beispielen nennt Hadassi noch Bichter 19—21, mit Berufung auf Hosea 10, 9 (מגיד כי מימי הגבעה התחיל לחטוא ישראל וחטאת שופטים היתה באחרונה). Hadassi citirt die Meinung seines Bruders und Lehrers Nathan: un״ chronologisches Nacheinander der biblischen Abschnitte sei auf zwei Gründe zurückzuführen, מפני שבח המעשה כקדם מחברו או מפני כי הוא עניין 8 .מקוצר ומקדימו מהארוך שלא יכנס בענץ הארור. oben die 11. der älteren 14 karäischen Interpretationsregeln. 4) N. 168 Anf.: מפשט נודע וגלוי במכתב שאץ בו חק״רה ודרישה ותביעה. 5) Ib. ד und והס הנקראים סמוכים בביאורים בכתוב סמוכים לעד :ק. Diese Deutung der Worte in Ps. 111, 8 ist aus Jebamoth 4a genommen.

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