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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-11-01 · Heft 2 (November 1895) · p. Seite 75

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 2 (November 1895)
Article
Jehuda Hadassi's Hermeneutik und Grammatik
Date
1895-11-01
Page
Seite 75 (sequence 8)
Language
German
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Jeliuda Hadassi’s Hermeneutik und Grammatik. 75 Hohenliedes ableiten, in welchem Hadassi beide Regel reihen angedeutet findet. "Was die Aufeinanderfolge der achtzig Regeln betrifft, so wäre es nutzlos und auch unmöglich, für dieselbe irgend einen leitenden Gedanken, ein System zu eruiren. Hur Gruppen von zu einander gehörigen Regeln lassen sich aus dem Ganzen abscheiden; aber das Nacheinander der Gruppen ist in gar kein Schema zu bringen. Der Inhalt dieser achtzig Interpretationsnormen aber ist ein sehr mannigfaltiger und durch die Quellen bedingt, aus denen Hadassi sie geschöpft hat. Zu diesen Quellen gehören zunächst die von Hadassi — wie oben gezeigt — auch besonders wiedergegebenen Normen der rabbaniti sehen Traditionsexegese, die Regeln R. I s m a e 1? s und R. Elieser b. Jose Gelili’s, von denen der grössere Th eil unter die achtzig Regeln aufgenommen ist. Manche von ihnen sind allerdings durch Beispiele erweitert oder auch in anderem als dem ursprünglichen Sinne angewendet. Eine Hauptquelle Hadassi’s für seine 80 Regeln, bildeten natürlich die exegetischen und nomologischen Werke der älteren karäisehen Autoren; ihnen entnahm er alle diejenigen Regeln, nach welchen die karäischen Gesetzeslehrer die pentateuchischen Gebote interpretirten und so die durch die Verwerfung der Tradition entstandenen Lücken in der Deduction und der Specialisiruug der religiösen Satzungen ausfüllten. Einige der 80 Regeln beziehen sich auf die allgemeinen Quellen der Erkenntnis s und sind dogmatischer Natur. Endlich füllt Hadassi den Rahmen der Achtzigzahl mit Rep ein aus, welche zur Syntax und Rhetorik des Bibeltextes gehören oder sonstwie den Stil desselben betreffen. Auch massoretische Eigentümlichkeiten des Bibeltextes sind herangezogen. Bevor ich an eine kurze Darstellung dieser verschiedenen Gruppen in Hadassfs achtzig Regeln gehe, will ich noch darauf hinweisen, dass er in einem. Anhänge zu seiner eigenen Hermeneutik daran erinnert, dass frühere karäi sehe Lehrer vierzehn Interpretationsregeln aufgestellt hatten, also sieben Paare, die sie in den sieben Säulen des von der Weisheit gehanten Hauses (Prov. 9, 1) angedeutet fanden1). Er führt dann diese Regeln vor, ־wahrscheinlich die Quelle wörtlich ausschieibend, und erwähnt noch zum Schluss — auch dies wohl der Quelle entnehmend — dass die vierzehn Regeln von König Salomo selbst im Anfänge seines Buches (der Sprüche) in den vier- וממשב־לי קבצו ממדות ד,תורה ״״ר מדות וסמנום הפסוק :1) N. 174 Anfang .שאמר הכחכם ע״ד■ הבמות בנתה ב־תה חצבה עמודיה שבעה והן שבע זוגץ

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