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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-11-01 · Heft 2 (November 1895) · p. Seite 56

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 2 (November 1895)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1895-11-01
Page
Seite 56 (sequence 8)
Language
German
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56 Das Fragmenton-Targam zum Pentateuch. 2. Inconsequenzen in der Uebersetzung cles Jonathan. Weiter noch als in den Oitaten der Alten lassen sich die Spuren eines vollständigen Targum Jeruschalmi verfolgen und aufs Bestimmteste nach weisen, wenn wir auf eine Erscheinung Acht haben, die man in zahlreichen Pallen bei Jonathan wahrzunehmen Gelegenheit hat, nämlich auf die, dass er ein und dasselbe Wort an verschiedenen Stellen verschieden wiedergiebt. Wir denken hierbei selbstverständlich nicht an solche verschiedene Uebertragungen, die sich etwa ans dem Bestreben erklären lassen, die verschiedenen Nuancen einer Wortbedeutung an bestimmten Stellen auch in der Uebersetzung hervortreten zu lassen, vielmehr an solche, die sich schlechterdings nicht anders denn als auffällige Inconsequenzen auffassen lassen und offenbar auf Compilation anderer Targumim zurückzuführen sind. Dass mindestens zwei Targumim, Onkelos und Jeruschalmi, dem Jonathan Vorgelegen haben und von ihm benutzt worden sind, ist übrigens auch sonst über allen Zweifel sicher. Denn einerseits dürfte es kaum ein Capitel geben, in welchem nicht eine Eeihe von Versen sich nach weisen liessen, die ganz oder doch theilweise dem Onkelos angehören; andererseits ist die Benutzung des Jeruschalmi sowohl aus den Oitaten der Alten wie aus der häufigen Ueb er ein Stimmung mit dem Pragmenten- Targum ersichtlich. Dass aber dieses letztere Targum selbst, wie Seligsohn gemeint, jene zweite Quelle gebildet haben sollte, welche Jonathan neben Onkelos benutzt habe, erscheint schon darum völlig ausgeschlossen, weil bisweilen gerade an derjenigen Stelle, zu welcher das Pragmenten-Targum vorliegt, Jonathan von ihm ab weicht, während er an den übrigen Stellen genau dieselbe Uebersetzung giebt. Hierfür nur einige Beispiele: Nach Aruch Art. 4 ערך lautet bei Jeruschalmi die Uebersetzung von ערי כי ן פטירין:רקיקי מצות, ebenso für :רקיק אהד עריך הד. Nun übersetzt aber Jonathan gerade an der einzigen Stelle, zu der das Pragmenten-Targum vorhanden (Lev. 2, 4) genau wie Onkelos וספוגין, während sämmtliche übrigen Stellen im Jonathan wie bei Aruch wiedergegeben sind. Ebenso soll nach Art. 2 רגל, Jerasch. כרעיו und כרעים durch רגלוי wiedergeben; diese Uebersetzung findet sich auch bei Fragm.-Targ. Ex. 29, 17. Allein gerade an dieser Stelle, der einzigen, zu der dieses Targum vorliegt, übersetzt Jonathan וכרצוי, wiederum

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