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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-11-01 · Heft 2 (November 1895) · p. Seite 55

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
40 (1895-1896)
Issue
Heft 2 (November 1895)
Article
Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch, sein Ursprung und Charakter und sein Verhältniss zu den anderen pentateuchischen Targumim
Date
1895-11-01
Page
Seite 55 (sequence 7)
Language
German
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Das Fragmenten-Targum zum Pentateuch. 55 liegen, 104 nur im Fragmenten-Targum sich vorfinden, während umgekehrt im Jonathan im Glanzen nur 21 sich nachweisen lassen, welche in jenem vermisst1) werden. Auch handelt es sich hierbei nicht bloss um einzelne Worte, sondern bisweilen auch um ganze Sätze und grössere Stücke. So fehlt bei Jonathan das umfangreiche Stück des Fragmenten-Targum zu Gen. 44, 19, welches, wie aus Aruch Art. 4 טפח ersichtlich, dem Jeruschalmi angehört hat. Ebenso fehlt ausser dem oben erwähnten יאיזל משה zum grossen Theile auch das gleichfalls aus dem Targum der Festlection für den 7. Tag Pessach bekannte ■והוה כד שלח פרעי zu Ex. 13,17, welches nach Tossaphot2) zu Mezia 70b gleichfalls aus dem Targum Jeruschalmi herrührt und nach einer Pariser Handschrift 3) auch im Fragmenten-Targum enthalten war. Nicht minder zeigt sich die grössere Uehereinstimmung mit Jeruschalmi in gewissen charakteristischen Eigenthiimlichkeiten unseres Targum, durch welche es sich von Jonathan unterscheidet. So giebt z. B. Fragmenten-Targum למינה und למינו immer durch למעה und למעיה wieder, wie es ja auch sonst gern Hebraismen braucht; dem entsprechen auch die Citate bei Aruch, m. vergl. z. B. die Artikel 2 כרוכה ,נעלא und חדדונא. Jonathan dagegen braucht dafür gleich Onkelos stets לונה und לזניה. Ebenso setzt das Fragmenten-Targum consequent beim Yerbum anstatt des Pronominal-Suffix das Pronomen יתך \תי u. s. w. Die gleiche Erscheinung zeigen auch überall die Oitate aus Jeruschalmi hei Aruch, während Jonathan, Onkelos folgend, meist dasPronominal-Suffixbraucht. Fassen wir das Ergehniss der bisherigen Untersuchung kurz zusammen, so lassen schon die Citate aus Jeruschalmi keinen Zweifel daran, dass die Alten dabei nicht unser fragmentarisches, sondern ein vollständiges Targum Jeruschalmi im Auge hatten, das aber ebenso wenig mit Jonathan identisch ist, vielmehr beiden Targumim zu Grunde liegt. 1) Eia Theil dieser fehlenden Stellen dürfte zudem wohl auch auf den mangelhaften Text unserer Ausgaben zurückzuführen sein. So hat der Commentator der palästinensischen Targumim, ed. Amsterdam, im Frag.-Targ. zu Gen. 48,14 ,שלחם יינון לידיד gelesen, wie aus seiner Bemerkung zu Gen. Bl, 7 sich ergiebt; m. vgl. auch Seligsohn, Inaug.-Diss. S. 37, 8. 2) Ed. Stettin 1861 Stw. כדאמר בתרגום ירושלמי של רדוד כד :תשיך שלח פדעד. 3) Bei Ginsburger: Die ThaTgumim zur Thoralection etc. MS« 39 Jahrgang, S. 101 f.

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