Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Über die religiösen Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 539 (sequence 11)
- Language
- German
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Religiöse Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn. 539 Hebräer zu den Aegyptern gesagt worden ist, ganz unhaltbar1). Vor Allem ist trotz gewichtiger gegentheiliger Urtheile die Annahme einer Entlehnung des ״hebräischen Nationalgottesa aus dem ägyptischen Pantheon durch den ״Aegypterut Mose zurückzuweisen. Dagegen spricht 1) dass dieser Gott, wenn ägyptischer Herkunft, die anderen Götter Aegyptens nicht gut hätte bekämpfen2) und ihren Cult verdammen können, 2) dass Unter diesen Namen hat für uns ein besonderes Interesse das n. pr. אבימלך; ihm ist das hetitische (1. Sam. 26, 6) אחימלך (cf. Urija-Urimilki auch phön. n. pr.) an die Seite zu stellen. Ausserdem ist zu beachten, dass die Philister ihre Pürsten סרן (von שר wie אדן von אד u. a. vgl.? die Göttin Sar der Alarodier hei E. Meyer) nennen, was an hetitische Eigennamen wie Marsir, (מר שר, vgl. philist. Marna), Chetasir (התשר, vgl. das Hatuar der Hyksos חתער) erinnert. Dieses שר (welches jedenfalls [vgl. פ'כל] auch in hetit. n. pr. Pisiri zu suchen ist, vgl. hehr. ,?גדשר שריה) heisst im Babyl. (sarru) ,,König“, sonst im Semitischen ,,Fürst“, erstere Bedeutung scheint es nun bei den Philistern sowohl als auch bei den Hetitern gehabt zu haben, 1. Kg. 10, 27; 2. Kg. 7, 6. Für die Unterbefehishaber kennen letztere den Titel Käsen (קצין), welcher sich ebenso wie שר [vgl. Brugsch, Geogr. Inschrift. II, 20 fg.] ausser im Semitischen [vgl. amb. Kadi] auch in ägyptischen Texten findet•. Ausser den mit שר gebildeten Chetasir, Marsir (vgl. MspßoAoc Josephus c. Ap. I, 21 מרבד Levy, Phön. Stud. II5 27 Baalmer cf.? מריבסל s. Baudissin 1. c. I, 1081 vgl.? babyl. [Peiser 1. e.] Mu-ra-nu-Gu-la■ u. a. u. Chiropasir (Hofhistoriograph הרסשר cf. n.N pr. heb. אליחרף cf. חרף Bi 5, 18 u. a.) sind bemerkenswert!! Namen wie Sapalel (vgl. supalu [Peiser 1. c.] ,,das was darunter ist“ und ib. n. pr. Sapi-Sa-pi-i-kal-bi u. Sapi-bel cf. Lepsius, Denkrn. III 166; Sapul (eine Festung n. pr.) Sapal-ulmi (E. Meyer 319),? Sapija (ib. 452) und den Sipylos bei Magnesia), מתכר (aus מת nur noch im Aethiop. und Babyl. tnutu ״Ehemann“, eher von mütu [Peiser 1. c.] ,,eine Beamtenschaft“ ef. hebr. סמרכר Levy 1. c. Zu מת vgl. die Matirjau (in Verbindung mit den Fenchu) bei Maspero, Gesch. d. morgenl. Völker 257, sonst (vgl. auch phön. מתכעם U. a.) Mentiu. [wie פוט Punt] vgl. מתושאל und Matitti [? י[מת[ע]תא zu כר vgl. כריה, אבינר u. K 426, 23 Nür-l-a (cf. K 329, 3 Abi-nun, K 179, 10 u. a. Nür-Samas), Tarthisehu (cf. תרתן assyr. Amtsname [vgl.? mütu] der Oberfeldherren auf einer phön. Gemme Z 24, 556 und צבא vgl. שירצבא), Titure (Kanzler, an den Pylonen des Eamesseums; vgl.? Tartifsebu]), Gen. 23, 8 עפרון (vgl.? [עפר .גת חפר [:ח ע sonst in Midjan, Benj., Menasse) ib. צחר, auch nabat. Z 175 640; Gen. 13, 18 מורה?ממרה]. Der spätere Name für Chatti war Unki vgl.ענקי Hommel 1. c. 5803. 581. 606 Berthean. Zur Gesch. 1581 Gen. 23, 7. 17. 20. Num. 13, 29. Jos. 1, 4. 1. Kg. 9, 20. 21. 10, 29. 2. Kg. 7, 6 — Zu תעכך Pi 1, 27 vgl.? חנוך, Vgl. Set der Hyksos, עיק, zu לוו Jud. 1, 26 nach dem Onomastic. auf Cypern, vgl. — ludari in Sar־l. (Bäd. - Soc. Akbet el loze Mandelberg?) 1-) Knenen, Volksreligion (deutsch) S. 60. 314 u. a. cf, 1. Sam. 2, 27 LXX vgl. Goldziher 365. 1. Ch. 2, 18. 34. Lev. 24, 10. Ex. 20, 7 u. n. Nöldeke Z 42, 483f. Halevy in Eev. 1884, 160 fg. Hos. 12, 10. 13. 4. Arnos 3, 1—2. Baudissin I, 153. 2) Ex. 32, 4. 1. Kg. 12, 28.