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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 12 · p. Seite 540

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 12
Article
Über die religiösen Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn
Date
1895-01-01
Page
Seite 540 (sequence 12)
Language
German
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540 Religiöse Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbar□. die Hebräer sich kaum unter den Schutz des Gottes ihrer Dränger im Sklavenhause gestellt haben werden, o) dass ferner nach dem Bericht der hl. Schrift die Verehrung dieses Gottes ja bereits vor dem Aufenthalte der Hebräer angesetzt wird. Hierzu kommt 4), dass der Pharao den ihm von Mose verkündigten Gott gar nicht kennt, dass ferner 5) etwa ein besonderer ägyptischer Pamiliencu.lt, der sich auf diesen angeblich neuen Gott bezogen hätte, im Stamme Lewi in keiner Weise nachweisbar ist, und dass 6) endlich überhaupt ein solcher Gott in der ägyptischen Religion nicht bekan nt ist. Auch im Uebrigen deutet -Nichts mit Bestimmtheit auf die Verehrung ägyptischer Gottheiten bei den Hebräern hin. Dies gilt sowohl von Hör, wie auch von anderen, in hebräisehen Namen muthmasslich enthaltenen, Göttern des Pharaonenlandest). Es ist klar, von religionsgeschichtlichem Ein- Wellhausen Prol. 297. Ewald, Gesell.2 II, 722. Ex. 15, 11. Num. 33, 4. 1j Es findet sich im Hebr. kein עבדחד u. ä. Horus repräsentirt die freundliche Seite des Baal-Set (Ebers, Aegypten u. die B, B. Moses 250). Gerade seine Mysterien hatten vielleicht, wie für die Phönicier (vgl. jatan hajim dem ägypt. entsprechend), so auch für die Hebräer eine besondere Anziehungskraft, zumal der ״Horus des Ostens“, der Gott Gosens war (Dunker 1. c. 382), wohin die Ueberlieferung die Sitze der Hebräer in Aegypten verlegt. Das Bild des Harpokrates finden wir nicht erst häufig auf den Abraxasgemmen (vgl. Baudissin 1. c. I. S. 191 fg. Nr. 34. 88. 201: Nr. 2, 3, 4, 11, 17. [Knef auf Nr. 17, 18 cf. ib. S. 206]. Bunsen, Aegyptens Stelle I, 435 [= Kcuju<; (כמוש?) Apollo] vgl. E. Meier, der Plural im Hebr.), sondern schon weit früher s. die Tafel bei Levy, Siegel 7 u. 7a, (vgl. noch Renan, mem. sur Sunch. 317. Baudissin 1. c. I, 253), doch ist dabei jedenfalls zu berücksichtigen, dass solche Embleme sich mit der Kunst der Siegelstecherei zugleich bei den Hebräern eingeführt haben können. Von hebräischen n. pr. kämen hier in Betracht: חור ,חר (Z 42, 480) 1 אשהור. Ch. 2, 24 (v gl.? פשחור; Ges. Gesch. d. hebr. Spr. ״Wohlsein“), א]חו-) חורם ,חרי]? cf. theol. Lbrztg. 1877, 256. Baudiss. I 238, 242 KAT* 1 * * *, 77 Hi־ru־um־mu BAK, 1880, 764 von חור״ blicken“, aram. AtpvjXos, palm. חירא, חורן, חירן, nab. Euting nab. J. 45 חורו O&pos, phön. חרם CJS5 vgl. Pietschmann 1. c. 278.) ,חרנפר (in Äser vgl. auch בייתדגון hier und in Benj. Juda; auch im Aegypt. der Yokal a in Jlar; vgl. Parthey, äg. Pers. Nefereus (Nefrus), Neferkara, Ne^ps/ep־[/׳; n. a. Charemon wie Horapolio, Petbaal, nsTeaa&apöחרפרת ,[/׳־ [Schröder, phön. Sprache 254], Mencheperu, Har־Set (Ed. Meyer 1. c.) u. אסנת Aoevs-8־. Ygl. אסכפר Esr. 4, 10 Asur-bani-pal. "Heber Osiris (אשר, אסר) bei den Phönieiern s. Baudiss. 1. c. I 242. אכהרח ’Ava/spsd• (nicht mit Knobel ארחכת) vgl. Parthey I. c. König Anchoreus, E. Meyer: König An und König Chruti; vielleicht ist diese Stadt in Jssachar, wie חרנפר, eine ägyptische Gründung, da gerade Chruti (8. Meyer § 89) mit den Syrern Krieg führt (zwichen 2830 [altes R. von Memphis] und 2130 [alttheban. R.]).

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