Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Über die religiösen Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 536 (sequence 8)
- Language
- German
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536 Religiöse Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn. ethnologischen Beziehungen, welche deutlich eine unentwirrbare Mischung der verschiedenen, den Süden und Südosten Palästinas bewohnenden, arabischen, kananäischen und aramäisehen Stämme durchblicken lassen, thun zur Genüge die Yerwandtschaft einzelner hebräischer Familien mit den Nomadenstammen der Sinaihalbinsel dar. Andererseits haben wir, abgesehen von den hebräischen Berichten über Josef und Mose, für die zahlreichen Berühr Liegen der Aegypter mit den Semitenhorden des Ostens i) zuverlässige Zeugen in den einheimischen Berichten. Am bekanntesten und zugleich wichtigsten ist die Invasion der Hyksos* 2). Unmittelbare Einflüsse Aegyptens auf die Hebräer Kalebs, dessen Enkel gleichfalls ל!נז heisst. קנן, auch ein Sohn Esaus Gen. 36, 11 und eine Gegend in Edom (cf. חדד [nab. עדר u. ä.] Sohn Ismaels 11. iduin. Zu נודב, Sohn Ismaels, vgl.? sab. בני נוד בנוד, cf. Gen. 4, 16: Kain geht nach כיד קדמת עדן (vgl. עד דן u. ä. nab.)), schliesst sich Juda an. נ) Mered (Kaleb.) hat eine Tochter des Pharao zur Frau, vgl. n. pr. phön. מצרי Carth. 16; sab. n. 1. מצץ ,מצר u. a. 2) Welcher Abstammung die Hyksos gewesen sind, steht noch nicht fest (vgl. Tiele, Compend. 61. E. Meyer Gesch. d. Alt. 133 fg. u. a..). Im Einzelnen ist zu beachten: E. Meyer 1. c. S. 137: König SePapehti Nubti. Der letztere Bestandteil findet sich auch in den NamenAU-Set(?) nub[ti] Meyer 1. c. 136 und erinnert an den Naptee, der sich K 339, 5 in Rimusi (? östl. von Ninua) neben einem Is-ba-la (אשכל), Emor-apla (vgl. KAT1 467 אמרפל), Dadiuala (=== דדיאל? cf. אלדד. Peiser, bab. Yertr. Da־di־ia), Täb־ru’u (טב?ראו cf.? —;ראומה ,ראובן רע;טברמון? in רעואל), Tu-la-ai־ka-nun (vgl.? hebr. תולרן Kt für תיילון oder תולע, Sohn Issachars und der bek. Richter, und pp? nab.-hehr.) und TJri-ja-a (cf. liet. אוריה)• Dieser Uri-ja־a (vgl. Milki-u־ri K 383, 4) und ein Napt-i finden sich andererseits auch neben einem Milkia im Nordsyrischen K 333, 6. Bei Napti-Nubti, welche in diesem Zusammenhänge als semitische Formen gelten können, denkt man an die Wurzel נבה זנוף ״sieh erheben“, wovon hebr. ״ נפתAnhöhe“ sab. n. pr. נופם, cogn.: ,נופן ינף! und ״ שמסהמו חנףdie erhabene —zu derselben Wurzel gehört auch נבט, wovon sab. נבט (Beiname) u. n. pr. wie אלמנבט ,נבטאל u. ä., sowie auch נבטו, der inschriftliche Name der Näbatäer, hebr. Gen. 25, 13 u. s. נביות cf. n. pr. כבות• Damit ist zusammenzustellen: der Localname Ilatüar (Aoapts) vgl. E. Meyer 1. c. 134? Pelusium (cf. מין׳ Peius, s. Ges. lex11 und der Name סיני von Sin, bab. Mondgott). Als der eine Bestandteil darf wohl ער Car im Südarab. n. Moab. ״Stadt'‘ cf. ir assyr-hebr.) angenommen werden, Hat finden wir (K 318, 13 c. 640a.) in llat pimunu [neben Ra’u(!) und Ha־a-ni-i (הניא)] wieder, es erinnert an die Ceto des Piinius, cf. Derketo, Jfat(-hor) (עת (ה (über Wechsel von ע u. ח s. Ges. Thes.) Sodann gehört hierher der Königsname (3. Meyer S. 138 oben) Ra“aus, worin uns das bekannte אום in sab. אוסלח ,אוסם אוסעתת, nab. אושר, phön. יאש CJS 11, עבד אש Carth 300, בעל] אש] CJS 11 B 2 (auch das pimunu in Hat-p., s. ob., hängt vielleicht mit dem dunkelen phönik.