Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Über die religiösen Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 535 (sequence 7)
- Language
- German
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Religiöse Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn. 535 Allein nicht nur zum Stamme Lewi zeigen die Nabatäer Beziehungen, es sind dergleichen auch zu den nächsten Yerwandten der Hebräer, zu den Idumäeru, nachweisbar1). So werden im Midr. Ber. r. c. 44 neben einander ״Araber, Salamier und Nabatäer“ genannt. Dieses-) שלמי .,Salamier“ setzt das Targum für קיני (Gen. 15, 9. Num. 24, 21 f. Jud. 1, 16 u. a.) Die Keniter sowohl als clie Salamier finden sich in den nabatäischen Inschriften, jene als קינו ,קינן ,קין, diese in שלם und שלמו (Z. 17, 641 cf. Euting, nab. J. 29.) Plinius erklärt die Keniter bzw. die Salamier, welche nach H. L. 1, 5 den Kedreern gleichzusetzen sind, für einen nabatäischen Yolksstamm3), und andererseits erzählt Diod. Sic. XIX, 94 von den Nabatäern Aehnliches, ־wie es das A. T. von dem Keniter Rechab 4) zu berichten weiss. Auf unmittelbare Beziehungen dieser Keniter zum Stamme Juda deuten die judäischen Städtenamen קץ und קינה hin, ferner schlossen sich nach Ri 1, 16 die בני קני, die in Chobab, dem Schwäher Moses, ihren Ahnherrn sahen, den Judäern an5 6). xindrerseits ist Salma der Yater BethlehemsG), also des Stadtheroen der Ortschaft, woher Dawids Yater stammt; ausserdem gehört Salma zu Kaleb 7). Kalebs Frau ist eine Judäerin, seinen Namen führt ein Sohn Dawids. Ferner heisst Kaleb הקניזי Num. 32, 12 u. a., und mit den Kenisitern scheinen hinwiederum die Keniter eng verwandt zu sein8). Diese חברן) vgl. nab. 1;יעלי. Sam. 31, 29 עריהקני und 27, 10 ע׳ ירחמאל vgl. sab. די דרהמאל in דיזקבנ (Z. 17 1. c.) am Sinai; נמרים (moab. vgl, דיכלן ,מדהיב(א)ד. ,מירכה von דוב? wie זאב midjan. phön. [דבקם), idum. vgl. sab. n. 1. נמרן und (Stammesn.] מיפעת;אכמרם (Lewitenstadt in Kuben) vgl. sab. n. 1. מיפע und עלמין';מיפעת (Lewitenstadt in Benjam. und moab.) vgl. nab. עלמת sab. n. pr. m. n. 1. עלמן; nab. מוש moab. מישא liebr. כמשי ,מישאל u. ä. 1) S. Note 1, S. 583. 2) Vgl. Halevy in Rev. 1885 p. 260. 3) Ygl. Wellhausen Proleg. 2271. — Salmanu (KAT2) auch in Ammon. — up findet sich als n. pr. phön. 4) VgL den Grott Rekubei in Sendschirli. 0 1. Sam. 30, 29 friedlich gegen Juda und Amalek (vgl. 1. Sam. 15> 6 u. a.) G) 1. Sam. 2, 54; 1. Sam. 20, 6 (dort das Dawidische Bamilienopfer, solches gewöhnlich am Ahnengrabe). — Salma auch (Rut 4, 20; 1. Ch. 2, 11) Yater des Boas, also auch insofern Ahnherr Dawids, vgl. כלאב (nabat. כליבו ,כלבו) Sohn Dawids; Kalebs Weib (1. Ch. 4, 5) ״Judija“ und ״Efratr‘ cf. נבט, Yater des JeroVam, aucl1,,Efrati“ genannt; zu דוד vgl. nah.דידו Z.17. 7) 1. Ch. 2, 50. 51 חור. — Salmas Nachkommen gehören auch zu den נתינים Neh. 7, 46. 60. 5) LXX Yu 1. Sam. 27, 10 und 30, 29 für לןיני Keve£1 Kaleb הקנוי Num. 32, 42 n. a. von קנו, dem Yater(?) 1'Otniels, des jüngeren Bruders