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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 12 · p. Seite 533

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 12
Article
Über die religiösen Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn
Date
1895-01-01
Page
Seite 533 (sequence 5)
Language
German
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Religiöse Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn. 533 leitet, und es hat die Yermuthung Manches für sich, dass ein grosser Theil der hebräischen Ueberliefer ungen von den Eroberem Kanaans aus ihrer arabischen Heimat mitgebracht worden ist1). Aehnliches sagen die exoterischen Quellen aus. So vor Allem die nabatäischen und sabäischen Inschriften. Selbst wenn man deren Datum noch so spät ansetzt und babyl.-assyrischem Einflüsse die grösste Tragweite beimisst, stammen die Eigennamen im grossen Ganzen, abgesehen von den theophoren, in welchen die Gottesnamen je nach den religiösen Verhältnissen vertauscht werden, sowie die Sprache sicherlich aus alter Zeit her. Dafür spricht auch die häufige TJebereinstimmung 2) besonders sabäischer Localnamen mit kanaanäischen, theil weise sogar mit aramäischen. Die nabatäischen nomina propria am Sinai und im Hauran geben uns nun überraschenden Aufschluss über wichtige ethnologische und religionsgeschichtliche Fragen. Es ist wiederholt aufgefallen, dass Mose sowie seine Familie3 *) und zum grossen Theile sein ganzer Stamm unhebräische Namen tragen, und man hat daraus auf den fremden Ursprung des ,,hebräischen Nationalgottes“ geschlossen. Nun finden wir in den n. pr. der Nabatäer diese Namen wieder1). Wie Aharon, so soll auch Mose, wie der biblische Bericht meldet, in Gad5), also auf später jedenfalls, von Nabatäern bewohntem Gebiete, zur Ruhe bestattet sein. Ferner weisen manche Localnamen in Petra, bzw. im Hauran noch heute auf den Stifter der mosaischen Religion hin6). Zu erwähnen bleibt auch, dass der Stamm Lewi, der zum Priesterthum auserwählt und vom Grundbesitz ausgeschlossen *) Mit שלחים in Jiida vgl. sab. בית סלחן, die Burg Silhin (D, H. Müller, Burgen und Schlösser); sab. רוון und רון vgl. damasc.חון; sab. n 1. דבר vgl. רביד in Juda; sab. n. i.רצון vgl.רצין in Lewi Neh 7, 50; (vgl. Hommel 661; Ledrain, Les noms propres palra. 18 גדרצו~17 •אלרצו) sab. אבעלי — hebr. עליאל u. ä; sab. חברן hebr. חברון; sab. יפחחאל Vgl. hebr. יפתח und יפתחאל; sab. ותרם ,ותראל u. a. — liebr.? יתרו; sab. מגדעל hebr. מגדיאל; u. a. הרעתי vgl. sab- הרעת. 2) אחרן nach Redslob, Die alttestamentlichen Namen etc. durch Umstellung aus ד״ארן, vgl.? ארנן (Enkel Serubbabels). משח nicht (vgl. Kleinpaul 1. c. 48) aus Akmes, Tkot-mes od. ä. verkürzt, nicht als [Adoptiv?־] Kind zu fassen, jedenfalls nicht für mythisch (Bohlen, Genesis LXXX1) zu erklären. 3) Bäd-Socin: 1־'Ain Musa, Gebel Musa, Birket Musa. *) S. Note 1, oben. 5) S. Note 1, oben. 6) Mal, 2, 4 vgl. 2, 8. 3, 22 תורת משח u. a. vgl. Wellhaus. Proleg. 148 zu עלי, vgl. nabat. (Z. 17 S. 638) אמלא sab. אבעלי; sab. רעלן [Stamm und Ort] vgl. hebr. ,יעלד n. pr. v.

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