Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 12
- Article
- Über die religiösen Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 532 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/2829132-2829668-2829681-2879444--26640-2879463- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
532 Religiöse Beziehungen der Semiten zu ihren Nachbarn. Zeit von der Perserherrschaft an und räumlich auf Philistaea und in erster Linie Phönicien beschränken 1). Gerade die phönieischen Denkmäler tragen, im Gegensätze zu dem sonst überwiegenden babylonischen Stil einen auffallend ägyptischen Typus, und, was damit eng Zusammenhang!, auch in religiöser Beziehung scheint nach dem treffenden Worte Kenans (Mis׳־ sion etc.) Phönicien eine Provinz Aegyptens zu sein; Osiris, Isis, Ptali, Bast, Hator, Tanit, Horns, Amon, Thot, Hapi finden sich in phönicischen Eigennamen mit עבד zusammengesetzt, dem untrüglichen Zeichen göttlicher Yerehrung2). Es fragt sich nun, was die Hebräer von den Aegyptern angenommen haben. Schon auf Grund der im Exodus enthaltenen Berichte stimmen wir jedenfalls mitLagarde darin überein, dass die Hebräer beim Auszuge aus Aegypten ,,ausser Gold und Silber noch manches Andere mitgenommen“ haben. Aber seihst von dem Standpunkte aus, der diese Berichte als Geschichtsquelle nicht ohne Weiteres gelten lassen will, lassen sich frühe Beziehungen der Hebräer zu Aegypten fesfcstellen. Auch ohne den Nachweis Winkler’s3), der ihre Ursitze in das Land Musri in Nordarabien verlegt, lässt sich mit guten Gründen ihre Urheimat in dieser Gegend fixiren. Die Ueberlieferung macht die Sinaihalbinsel4) zum Geburtsort der hebräischen Religion, sie verlegt dorthin das Grab Aharons, sie weiss vom Connubium zwischen Hebräern und Arabern des peträischen Chersones zu erzählen, Amalek ist ihr ein Bruderstamm der Hebräer, wie sie ja die Araber im Ganzen von Abraham her- 0 Ygl. Stark, Gaza und d. philist. Küste, bes. S. 189 fg. Z. 31, 87. Pietschm. 1. c. 147. Baudissin Studien L e. I, 38. 2) Osiris: עבדא' ,מלכא׳ ,אמתא׳ — אסר (vielleicht eingewanderte äg. Familie), אסרבדיל, אשד ,אשרשלדו; Isis: אשד (?ת)נת פעלאש עבדאם, vgl. ammonit. 6. Jlirdt: בעלים (vgl, Ges. lex. 1o und Z. 42, 471);? Ptah: עבד פתה CJS lila, 5 ,אטפת ,פתיחו ,פתחהAgstus; Bast: עבד(א)בםת CJS 102a פעל אבסת; Tboth: טט Baudissin 1. c. I, 2631 Hathor-(Sokari) הטר מסבר Tanit: אשתכת ,צדתנת Horus: עבדחר ,חר (Bäthgen, Beiträge 64: in Kypern. Levy, Siegel aram. 7/8. 15 הדבי (עהדהאר und הדבער (Blau bei Baudiss. I, 2422); Ahmes אחמז; Ammon: יאממכא Ademon Abdemon (e für a wie Beselel für Besalel; in Tyrus am Hofe TJiraras nach Josephus, ant. 8, 5 fin.; später verschmolz jedenfalls Ammon mit המן, wie Isis mit Baaltis, vgl. Sanchünjat. 5Agpoovaa; Levy 1. c. 25 aram; Hommel 609? Aman), vgl. Stade Gesck. I, 120. Pietschmann 271. 3) Altorientalische Forschungen S. 36 b 38. 4) Baudissin a. a. O. 2 S. 253, vgl. 233. 235. Zn הין und סיני s. Gesenius lexic.ג<>.