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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 11 · p. Seite 517

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 11
Article
Der Ursprung der Gemeinde Kremsier
Date
1895-01-01
Page
Seite 517 (sequence 5)
Language
German
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Der Ursprung der Gemeinde Kremsier. 517 Nun ist aus einer mir vorliegenden, von Rabb. Hirsch Meis eis unterfertigten Urkunde ersichtlich, dass der Grund zu der noch heute bestehenden Synagoge von Jakob Rechels am Donnerstag 28. Juli 1661 geschenkt wurde1). Die erwähnten Synagogen müssen also in früheren Jahrhunderten, etwa zwischen 1400 und 1600, eine nach der anderen im Gebrauche gewesen sein. Wir werden daher kaum irre gehen, wenn wir den Bau der ersten Synagoge in den Beginn des 15. Jahrhunderts setzen. In dieser Annahme bestärkt uns ein aufgefundener Tempelvorhang, der laut seiner Inschrift von Abraham Josef Sohn des M[oses?] ha-Levi (ג״ל□) am Neumond Sivan 5185 18. Mai 1425 gespendet wurde2). Offenbar hat demnach damals hier bereits ein Betlocal bestanden. Aber auch andere Ritual-Anstalten werden um diese Zeit bereits vorhanden gewesen sein. Nach alter mündlich fortgepflanzter Tradition führte der vor einigen Jahren beseitigte Treppenaufgang unweit des Kehrkastens am Platze zum ehemaligen Tauchbade der Gemeinde3). x) בנדבנר המתנה שנתן הנעלה כמד יאקב רעכלם מר,״ק קרעמזיער להקהל תלו הקרקע שנבנה עליו הבית הכנסת שמה בק״ק קרעמויער וגם הקרקע מן בית ר׳ככסת עד הרפת שלו מתהום ארעא עד רום רקיע עם כל הזכיות השייכים לאותו הקרקע מכל מה שהפה יוכל לדבר והלב לחשוב ובמעמד אשתו ת״י וכאשר עשתה ק״ם בכל אופן היותר מועיל . ננד זה התרצה הקהל יצו נגדם שיתנו להם שכי מקומות אחד בעזרת אנשים וא" בעזרת נשים אצל המקומות שלהם אשר יושבים עליהם לע״ע בחכם להם ולזרעם אחריהם ולב׳־כ ע״ע . ושם בפנקס הגבאי צדקה ירושם ויוכתב להם עם כל זכיות באריכות בנהוג עם כל שופרא דשטרא . גם התרצו הקהל לעשות להם מי שברך בב״ה ביום ש״׳ק בחנם כל ימי חייהם . ולאחר מותם כשילכו לעולמם יעשה להם אזכרה עולמית בחנם * וכל זה נעשה ברצונם השרב בלי שום אונם והכרה כלל וכלל במעמד כל הקהל . ע״ב יקרים ויאושר 4כתם זה עם כל תורת דיני נאמכות מפורש ע״ע דברינו אלה פה קרעמויטר יום ה, ב מנחם תכיא לפ,ק והק״ם הרל יקבלו שמה הנאמנים דק״ק קרעמזיער ויכתבו כפי תקנות חכמים דל ע״צ היותר טוב והיותר מועיל בכל הייפוי כת שבעולם נעשה ביום הנ׳ל נאום הלל בלא״א מהודר דוד זצ״ל דדה חונה בק״ק לייפניק — ונאום צבי הירש בא״א מדדו יזיודא ליב זלה״ה מי־יזלש מקראקא חונה פה קיק קרעמזיער. — Es folgen noch drei undeutliche Unterschriften, dann ,ונאום יקותיאל שמש פד קי׳ק קרעמזיער לע״ע 2) זנח אברהם יוסף ב״דדמ״ם ד׳ח פיון קפ״ה. 3) An dieses Bad knüpft sich folgende unheimliche, doch weit verbreitete Sage: In Abwesenheit des Bischofs soll der Magistrat die Juden vor undenklichen Zeiten, einzeln zu sich berufen haben, um sie insgesammt abzuschlachten, ein Vorhaben, welches dem gerade heimkehrenden Pürsten, als er am Bade vorbei fuhr, von einem jüdischen Mädchen, das sich hier versteckt gehalten hatte, mitgetheilt wurde. Der Pürst eilte sofort auf’s Rathhaus, wo er nur noch den Schächter traf, der mit seinem Messer sich gegen ein anderes auf ihn gezücktes vertheidigte. Er liess die Rathsleute hinrichten und legte der Stadt zum Andenken an ihre Missethat die Strafe auf, im Wappen zwei gegen einander gekehrte Messer führen zu müssen. (Nach Director Stöckel

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