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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 11 · p. Seite 505

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 11
Article
Hebräische Handschriften-Fragmente in der Stadtbibliothek zu Trier
Date
1895-01-01
Page
Seite 505 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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Hebräische Handschriften Fragmente za Trier. 505 hat. In Bezug auf die viel umstrittene 1) Frage der Halle!-Benedie■־־ tion ist besonders beachtenswert!!, dass in M2 als Benedic-tion vor Tisch לקרא את ההלל angegeben ist, woraus dann weiter zu schliessen ist -), dass nach Tisch noch eine zweite auf לגמור את ההלל folgte. Es ist kein Zweifel, dass diese doppelte Benediction in der That am Ende des 12. Jahrhunderts allgemeiner Brauch in Frankreich war. Dass sie der berühmte französische Gesetzeslelirer Isaac b. Abraham aus Dampierre in seiner Ordnung vorgeschrieben hat, ist aus Eokeach 283 zu ersehen 3); aber auch andere hervorragende Rabbiner Frankreichs um jene Zeit haben dasselbe gelehrt4). Der erste Pessach-Tag hat keine Geula, wohl aber der zweite und zwar diejenige von Meschullam, dem auch Jozer, Ofan und Sulath angehörten, dagegen hat er keine Ahaba5). Als Keroba war neben Kalir’s אסירים אשר בכושר, welche M1 und M2 auf weisen, auch diejenige Tobelem’s, אברת יונה üblich (Bf1), Der Zwischen-Sabbath, für welchen in M1 überhaupt keine poetischen Stücke vorgesehen sind6 7 8), hat in M2 und M3 die Poesien Simon b. Isaac’s, doch ohne Geulla (Bf2). Das poetische Maarib für den 7. Pessach ist in M1 und M2 von Joseph b. Jacob, welcher nach M. Y, und dem englischen Gebetbuch für den letzten 8. Abend bestimmt war. Nach M1 war Jozer, Keroba und Illustration des 7. Tages von Tobelem T), am 8. nur Jozer und Sulath von Tobelem, Keroba und Illustration dagegen von Simon b. Isaac S) nach M2 dagegen war am 7. Tag nur das Sulath, או כאירסת, von Tobelem, das Jozer aber und die in der Schlussbenediction die weibliche Form vorgezogen wird, and Tanja, Pessach 48 4) Vgl,. Amrain, Samuel b. Meir zu Pessachim 118a, Eokeach 283. Tossaphoth, Berachoth 14a, Mordechai, Pessachim ״kurzes Seder“, Tnr Or. Cb. 473, Nissim zu Pessachim, letzt. Cap., Tanja a. a. 0. und hesonders Abudarham zur Haggada-, bei dem die verschiedenen Ansichten in klarer Uebersicht neben einander gestellt sind. Nebenbei sei hier bemerkt, dass die Ansichten der G-eonim in dieser Frage von Späteren oft in entgegengesetztem Sinne aufgefasst worden sind; man vgl. z. B. Isaac b. Abraham (bei Eokeach a. a. 0.), Mordechai ,,kurzer Seder,‘4 Nissim (a. a. 0.) einerseits mit Tur (a. a. 0.) und Schilte ha־Gibhorim zu Pessachim, letzt. Cap. andererseits. 2) Vgl. Tossaphoth, Berachoth 14a und Abudarham a. a. 0. 3) Wo ein grösseres Citat daraus angeführt ist, vgl. auch Tur a. a. 0. 4) So Juda aus Paris (Eokeach a. a. 0.), vgl. auch Tossaphoth Berachoth a. 0. a. 0. 5) Vgl. dagegen Zun?, Eitus 62. 6) Vgl. oben S. 297, Anm. 1. 7) So auch bei Zunz a. a. 0. 8) Nach Zunz (ib.) dageg. von Binj. b. Asriel.

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