Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 39 (1894-1895)
- Issue
- Heft 11
- Article
- Hebräische Handschriften-Fragmente in der Stadtbibliothek zu Trier
- Date
- 1895-01-01
- Page
- Seite 504 (sequence 13)
- Language
- German
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504 Hebräische Handschriften-Fragmente zu Trier. vier Sabbatke neben KaliPs Jozer, — das aber hier nickt abgekürzt ist — und Keroba fremde Sulatk (M2) und Pisinon von Isaac Griath (M*), der Sabbath Sacbor das Mikamocka von Juda ka-Lewi (M2 und M4), hat der grosse Sabbath gleichfalls einen Pisinon von Isaak Griath (Mi), während alles TJebrige1) Tobelem angehört, und zwar ist als Jozer hier sowohl in M1 als in M2 dessen 2אדון חסדיך) und als Sulath in M2 neben אריות הדיחו auch noch אז כאירסת aufgeführt. Dagegen fehlt in sämmtlichen Keroba’s nicht nur der Sabbatke, sondern auch der Pesttage stets der Silluk3), was beiZunz (Ritas 64) als dem Ritus von Burgund eigentliümlieh aafgeführt wird. Sehr bemerkenswert!! ist auch das Pehlen der Schibatha von Kalir an den vier Sabbathen, wie dies wenigstens für den Sabbath ha־Chodesch durch M1 bestimmt feststeht. Bei Zunz ist hierüber nichts erwähnt. An Pesttagen wurde im Abendgebet, wie sich aus M4 ergiebt, vor וידבר משה auch noch אלה מועדי ד׳, Ler. 23, 4 recitirt, was als französischer Brauch ausdrücklich von Abudraham (Abendgeb. für Sabbath) im Namen Ibn-Jarckis 4) bezeugt wird, wovon aber bei Zunz nichts erwähnt ist. Denselben, oder5) doch den ihm sehr ähnlichen Vers Lev. 23, 2 hat auch das englische Gebetbuch, jedoch, wie es scheint, ohne .וידבר משה Die poetischen Maarib haben gemeinhin kein Bickur, nur dasjenige für den 2. Pessach-Abend das Bickur אור יום הכף. Für dieses gab es, wie aus M2 zu ersehen, eine eigene Melodie, nach welcher auch das על הרי בשמים und die folgenden Strophen im Sulath des ersten Tages vorgetragen wurden6). Die Haggada für die beiden ersten Abende des Pessach- Festes hat am Schlüsse des לפיכך noch die Form שיר חדש anstatt der weiblichen Form שירה חדשה <), welche das M. V. 1) Nur der Ofan wird freier Wahl überlassen (M2). 2) Vgl. Zunzs Lg. 133, 32. 3) Nur für den 2. Tag des Hüttenfestes giebt es in M2 einen auf wenige Zeilen verkürzten Silluk. 4) Die angeführte Stelle habe ich in dem ha־Manhig ed. Berlin nickt vorgefunden. 5) Der Bibelvers ist jedenfalls falsch citirt, was Kaufmann (S. 42) zu bemerken unterlassen hat. Nach dem Anfang אלד. מועדי דז wäre auch hier Lev. 23, 4 gemeint: das Folgende aber scheint wieder Lev. 23, 2 vorauszusetzen. 6) Vgl. oben S. 347. ך) Vgl. Mordeeilai פדר של פפח; ka-Manhig, Pessach 75, wo auch