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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 11 · p. Seite 503

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 11
Article
Hebräische Handschriften-Fragmente in der Stadtbibliothek zu Trier
Date
1895-01-01
Page
Seite 503 (sequence 12)
Language
German
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IRI
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Hebräische Handschiiften-Fragmente zu Trier. 503 Die Fasttags-Ankündigung am vorangehenden Sabbatii findet sich aach in unserer Hs. i) in derselben Weise wie im M. V. und dem englischen (Gebetbuch. Ebenso fehlt beim ״Einheben“ der Thora ובנוחה יאמר, und demgemäss wird auch vermuthlich beim ״Ausheben“ ויהי בנסוע fortgefallen sein (Zunz, Ritus 60). Die Keduscha war ebenfalls zu Schacharith ־ בקרישך ונעריצך) und zu Mussaph כתר (Zunz, ibid. und Lg. S. 13); dagegen fehlt in der letzteren des אדיר אדירנו, das auch das englische Gebetbuch und M. Y. haben. Andererseits wieder hat das אחד אלהינו hier noch den Passus הן גאלתי אתכם, den auch Abudarham anführt, der aber in M. Y. nur für Festtage vorgesehen ist. Abweichend vom M. Y., aber übereinstimmend mit dem engl. Gebetbuch ist auch die Einschaltung des אלהיכם אני פצתה in die Keduscha, welches nach Zunz (Lg. 85) nur für den Festtag bestimmt war. Das M. Y. hat für den Sabbath überhaupt kein אלהיכם, und dasjenige für die Feiertage ist ein anderes. In ויתן לל für den Sabbath-Ausgang fehlt, wiederum übereinstimmend mit dem englischen Siddur, ebenso das אמר ר, להק, wie die Stelle aus Aboda-Sarah 19 b (Zunz, Ritus 60), dagegen enthält es ebenso wie das M. Y. den Ps. 128, der bei Kaufmann nicht aufgeführt ist. Aus den Gebeten für den Neumond ist von besonderem Interesse die Form des ובראשי חדשיכם im Mussaph, das, abweichend von allen bekannten Ritualen, hier vollständig nach dem Wortlaute der Tageslection, recitirt wurde. Das Nähere über diesen Brauch ist oben (S. 271) mitgetheilt, ebenso über die abweichenden Formen im יעלה ויבוא und in der Mussaph-Tephilla. Am Sabbath der Hochzeitswoche bildete nach M2 den Schlussgesang für den Bräutigam das ירוץ תוצא (Zunz, Ritus 15). Was die poetischen Stücke für besondere Sabbathe betrifft, so stimmen unsere Fragmeute in der Hauptsache mit dem überein, was Zunz über das französische Ritual (ib. 61) angiebt. So ist das Jozer3) für den zweiten Chanucka-Sabbath auch hier (M-) dasjenige des Isaac b. Samuel, enthalten die 1) Mh Ygl. oben 269. — 2) Ygl. M1, zum 2. Pessachtag (oben S. 297) und M2 zum Hüttenfest (oben S. 394.) 3) In einem neu aufgefundenen Blatte, das aber wohl einer sechsten Hs. angehört, ist auch das bei Zunz für den Sabbath בראשית angeführte Jozer von Samuel b. Jehuda, אור נכון, als 2. Jozer für diesen Tag neben אל נשא von Salomo enthalten. —

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