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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 10 · p. Seite 479

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1895-01-01
Page
Seite 479 (sequence 3)
Language
German
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Besprechung. 479 abgeleitet. In Wahrheit aber haben sie mit diesen gar Nichts zu thun; jenes ö ist ein tongedehntes u, und die betr. Infinitive steilen sich unmittelbar zu denjenigen des Babylonisch־ Assyrischen: kussudu, suksudu u. s. w. (s. meine Nominal-Bildung, S. 153). — In בתין soll ein ursprüngliches ai lautlich zu cl geworden sein (S. 66). Indessen dieser Plural, welcher gemeinnordsemitiseh ist, darf nicht aus den Lautgesetzen einer Sprache erklärt werden; seine Entstehung und Eorm ist durchaus dunkel (vgl. nur das auffällige dagessirte ת, das sowohl den hebr. wie aram. Lautgesetzen zuwider läuft!). Soll man etwa auch das a im hebr. Plural פרים als lautliche Umbildung des singul. 1 ansehen? Das öi in מוי erklärt D. als aus aiä entstanden (S. 66). Es ist aber vielmehr die Trübung aus dem urspr. dj (vgl. äth. mäj) zu öj, wie sie auf palästinischem Boden im Hebr. als Regel, im Aram. sporadisch erscheint1); vgl. auch das modernarab. moje. Das hebr. und syr. Thema maj ist aus dem urspr. mäj (vgl. auch arab. mä’) abnorm verkürzt. — In der Yerbal'lehre ist besonders dankenswert!!, dass Verf. immer zuvörderst das Eigenartige der Eormen und das Yerhältniss der Dialekte zu ihnen erörtert, dann zahlreiche Einzelbelege mit Quellenangabe und endlich am Schluss des Buchs noch synoptische Tabellen gibt. Es ist hierdurch ausreichende Gelegenheit zum. selbstständigen Nachprüfen geboten. Auch hierbei möchte ich mich auf einige Bemerkungen beschränken. Dass Palpel-Bildungen von ג£״כ ausgegangen wären (S. 200), würde Allem, was wir über deren Entstehung B0nst wissen, widersprechen. מתרתר ״werfend“ gehört nicht zu כתר, sondern zu arab. ״ תרתרbewegen, schütteln“ Ham. 179,4; 782,4; ebenso ״ טלטלbewegen“ nicht zu כטל, sondern zu arab. ״ טלטלbewegen“ (auch hehr.). — רוקין ,,entleeren“ ist 200,7 als Poel aufgefiihrt, aber auf derselben Seite, Z. 2 v. u., gewiss richtiger, als denominirt von ריקן; vielleicht eher von einem verlorenen w־haltigen Adjectiv. — Das Partcp. pass. מכובוי (S. 202) wäre stark verdächtig, Textfehler statt מכפי zu sein (was ja auch im jer. Talmud vorkommt), wenn es nicht durch einige parallele Eormen gestützt wäre (S. 281 unt.). Diese sind aber Alle als Hebraismen anzusehen, wie sie denn auch meist in der Mischna erscheinen (מבישל ,מפונק). — In ״ שולקהkoche sie!“ (S. 65) ist das 11 nicht aus a umgelautet, sondern gehört der imperativischen Grundform an und ist hier nur nicht hinter dem zweiten, sondern ersten Radical erbalten geblieben. — איטליק (S. 206) wird kein Peal mit Vorschlag des א, sondern durch Assimilation aus איסתליק (j. Targg.) verwandelt sein, vgl. späthebr. נפתלק. So mag es sich auch noch mit einigen anderen hier aufgeführten Verben verhalten. — Mit Recht lehnt D. S. 225 gegen Driver Peal-Infinitive ohne מ ab, weil das mit dem Thatbestand aller aram. Dialekte in Widerspruch stände. Die galil. Infinitiveמקטול ׳ halte ich für Palästinismen, die neben den hebräischen Infin. קטול zu stelLen und aus diesem durch D-Präfix erweitert sind, ganz so, wie der ursemitische Infinitiv qatäl (hehr. Infin. absol., assyr. und arab. Infin.) im Tigrina als meqtäl erscheint. — Merkwürdig ist D’s Beobachtung, dass die babyl. Yocalisation des Onk. dem Particip Peal ר]טיל beim subst. Gebrauch in der 2. Silbe ein i, im participialen ein e giebt (S. 228). Das3 das eine tiefere Berechtigung 1) Vgl. 2. B. אוף mit syr. אף: das Afformativ 1ן im Idiom der jerus. Targg־., des cliristl. Palästinischen, des paläst. Midrasch und Talmud. Vgl. meine Nbininalbildung, S. 319 Dalman, 139 Amn.

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