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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 10 · p. Seite 478

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1895-01-01
Page
Seite 478 (sequence 2)
Language
German
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478 Besprechung. gemeinsame grammatische Behandlung, als etwa der gemeinsame hellenische Ursprung der jonischen und dorischen Dialekte. Ebenso wenig verleiht ihnen der Umstand, dass sie Alle jüi.isch-aramäische Dialekte Palästinas sind, eine solche innere Einheit; denn in Wahrheit steht das Christlich-Palästinische dem vom Yerfasser Galiläisch benannten Dialekte näher als der jüdische Onkelos; auf der anderen Seite gehört die Sprache des Onkelos viel enger (ausser zum biblisch-Aram.p zu den ausserpalästinischen und also auch nicht-jüdischen Dialekten der palmyrenischen. nabatäischen und der Inschrift von Taimä als zu jener erstgenannten jüdisch-aram. Gruppe Der Yerfasser hat, wie ausdrücklieh bemerkt sei, auch das Material der Inschriften in den Anmerkungen sorgsam herangezogen, so dass sein Werk, wenn es in die beiden disparaten Theile verlegt und auf der einen Seite Onkelos, Jonathan b. Uziel (der nicht mitbehandelt ist) nebst den eben genannten zugehörigen ausserpalästinischen Elementen, auf der anderen Seite die sogen, galiläischen Dialekte in getrennten Büchern dargestellt wären, ohne wesentliehe Stoffvermehrung zwei wissenschaftlich das vorliegende Werk weit überragende, innerlich geschlossenere Bearbeitungen sich ergeben haben würden. Dem mit der nöthigen Sachkenntnis indem Werke naciischlagenden Gelehrten wird es sehr gute Dienste leisten; den Anfänger aber, der sich erst die Eormenkenntniss der betreffenden Idiome aneignen will, wird das fortwährende Nebeneinander von dialektischen Discrepanzem häufig nicht aufklären, sondern verwirren. Um aus der grossen Fülle des Gebotenen einige Einzelnheiten herauszugreifen, so enthält die Einleitung neben einer vortrefflich nrientirenden Darlegung über die verschiedenen Dialekte des Jüdisch- Aramäischen, namentlich des Palästinischen und dessen Literaturwerke, eine dankenswerthe Uebersicht über die dialektischen Eigentümlichkeiten des Onkelos1) und bibl. Aramäisch einer-, des paläst. Talmuds, der jerus. Midraschim und Targumim andererseits. Jene ersteren werden als judäisch, die letztgenannten als galiläisch bezeichnet. Ueber die Triftigkeit dieser landschaftlichen Scheidung enthalte ich mich eines Urtheils. Einigermassen zweifelhaft ist sie mir aber darum, weil die einer frühen Zeit angehörigen ausserpalästinischeu aram. Inschritten von Palmyra bis Taimä dem bibl. Aram. und Onkelosidiom, wie oben erwähnt, sehr nahe stehen, hier aber die räumliche Nachbarschaft weit weniger als die zeitliche in Betracht kommt. Indessen, da die bisherigen Benennungen keinesfalls besonders treffend waren, so mögen auch die neuvorgeschlagenen unter dem nöthigen. Yoibehalt angenommen werden. Es seien nur noch zu einigen Capiteln des Buchs verschiedene kleine Ergänzungen und Berichtigungen hinzugefügt. Wenn hierbei meist Punkte besprochen werden, in welchen Kef. die Auffassung des Yerfassers nicht theilen kann, so soll ausdrücklich vorher auf den reichen Gehalt an Belehrung, auf das durchweg mit Quellenangaben gestützte werthvolle Material, auf die mannigfachen feinen Beobachtungen über Yocalisationsnüancen in den assyr.-babylonischen Targumtexten u. A. m. hingewiesen werden, für die der Yerfasser des lebhaftesten Danks sicher sein kann. Unter deu Lautregeln werden S. 66 die hauptsächlich dem Babyl. angehörigen Infinitive mit den YocaLen ö־e (wie אפוקי,מלולי u. 8. w.) als lautliche Varianten aus den palästinischen mit ä*ä (אקפלא רןטלא u. s. w.) 1) Hierbei sind als ,Judäisch11 auch ausserhalb des bibl. Aram. u. A. das Pronomen ]רזימו und das Suffix הום aufgeftlhrt, die doch im Onkelos nicht Vorkommen. Worauf gründet sich ihre Anführung?

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