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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 10 · p. Seite 480

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 10
Article
[Rezension]
Date
1895-01-01
Page
Seite 480 (sequence 4)
Language
German
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480 Besprechung. habe;, ist nicht anzunehmen, weil im Feminin beide Male der Yocal. verschwindet. Merkwürdig ist es aber, dass sich Aehnliches im Hebr. wirklich findet, nämlich die Erhaltung des 0 im subst. Gebrauch (rnim בנדה) dagegen sein Wegfall im participialen., (־ .(קפזלה— Mit Unrecht wiederholt D. die alte Meinung, dass passive Farticipien mit activer Bedeutung in Fällen wie ״ סבירglaubend“ u. s. w. (§ 64,8) vor״ lägen. Sollen etwa hebräisches ״) רן צירSchnitter“) 11 נביא ׳פלימ /שידיר. A. auch passive Farticipien sein? Oder lassen sieh die aramäischen von diesen hebr. Formen trennen? Ygl. auch die zahlreichen arab. activen Farticipien dieser Form in meiner Nominalbildung, S. 182, wo das Weitere ausgeführt ist. ״ וייככאich ernähre (S. 230“ Z. 6) ist kein auffälliges Fael-Fartcp. ohne d, sondern regelrechtes Feal, cf זן ואפרנס im Tischgebet1)• — Nicht glaubhaft sind die seltenen, von D. als Aphel erklärten Formen אתי ,אכיל (S. 66). Wenn die Lesarten sicher stünden, was mir aber für אכיל sehr zweifelhaft ist, so müssten sie als Pael gefasst werden. — In den selteneren Ferff. pass, der ל״א Yerba auf אתרמא) _א 0אתעדא /אתחוא.,.ל1נ) denen auch Imperfecta auf אzur Seite stehen (S. 286), sehe ich Beste der לין Conjugation, die sich im Hebr. sogar allein durchgesetzt hat, (הגלד. ׳גלה U. s. w.) gegenüber den gewöhnlichen ^־Formen auf i im Syr. und sonst im Aram. überhaupt. Auch die von I). unerklärt gelassenen Doppelinfinitive מינלא und מינלי sind auf diesen zweifachen Ursprung zurückzuführen (Nominalbildung S. 247). Die Classification der Nominalformen, welche in meist vocallos überlieferten aram. Texten dem Darsteller viel mehr Schwierigkeiten, als dem Leser Nutzen bereitet, ist, wenn es auch an Angaben, die Widerspruch verdienen, nicht fehlt2), mit Umsicht und Fleiss ausgeführt. Das Gleiche liesse sich noch von anderen Tlieilen des mit grosser Sorgfalt bearbeiteten Werkes sagen; doch fürchte ich diese Stelle mit rein linguistischen Ausführungen schon allzusehr in Anspruch genommen zu haben. Dass durch Socin’s Liebenswürdigkeit seine werthvolle Onkeloshandschrift ausgiebig für die Wissenschaft verwerthet werden konnte, ist ebenso sehr mit Dank zu begrüssen, wie die Munificenz des Curatoriums der Zunzstiftung; sie hat die Drucklegung eines Werks ermöglicht, welches schon wegen der erstmaligen Behandlung des jer. Talmuds in der wissenschaftlichen Erforschung der aramäischen Dialekte eine ehrenvolle Stellung einnehmen wird. Berlin. J. Barth. 1) Ebenso im Syr. Peal. 2) So beruhen wohl die babyl. Vocalisationen (die ich hier mechanisch genau in tiberiensische umschreibe) ״ מלךKönig1‘ ״ עבדKnecht“ S. 104—5 (gegenüber עמר ,חמר) auf Fehlern. — 106 אצבע M. lässt sich angesichts des arab. isbaL, äth. -asbä>t nicht unter qitl mit Vorschlags־« einreihen, sondern für solche Formen musste vor § 32 eine besondere Olasse gebildet werden. תומין, ■ vgl. mit arab. tauJam gehört nicht unter qutl, und mit dem W. איבר Glied (111) wird es sich so verhalten, wie Merx, ehrest, targ. ausfülirt. So ist auch jetzt noch die vocalische Ueberlieferung. Unberechtigter Nachdruck aus dem Inhalt dieser Zeitschrift ist untersagt.

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