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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1895-01-01 · Heft 9 · p. Seite 405

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
39 (1894-1895)
Issue
Heft 9
Article
Kritische Bemerkungen zu Munk's Ausgabe des Dalalat AlHairin
Date
1895-01-01
Page
Seite 405 (sequence 7)
Language
German
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Bemerkungen zu Munks Ausgabe des Dalälat AUjJairin. 405 ■übersetzte. So liest auch unser Codex. Später hatte IT Gelegenheit, das Original in גמאר und demzufolge in mehreren Exemplaren der Uebersetzung in בתוך zu verbessern. Andere Beispiele sind 5r11 71v1 und!2, 72v!1, 92v5 u, a. m. In mehreren Pallen, in denen der Uebersetzer einen Ausdruck durch einen anderen ersetzte, hat der Copist beide in den Text geschrieben. Beispiele dafür sind 2494, 4131 II, 357 2 11. a. m. Aus ähnlicher Ursache enthält auch der arabische Text an mehreren Stellen doppelte Lesarten ־wie aus 45v 2, 72 V!1 und 106 vn zu ersehen ist. Viele der vorerwähnten Erscheinungen hängen aber auf’s engste mit der Sprache und, allem Anscheine nach, Orthographie des Originalwerkes zusammen. Dieses ist nämlich reich an Vulgarismen, die Munk im Texte fast gar nicht1-) und nur zuweilen in den Anmerkungen zur Uebersetzung kenntlich .gemacht, hat. Aus diesen sowie den unten gegebenen Bemerkungen lässt sich ersehen, dass er die Vulgarismen in Orthographie und Wortbildung häufig für Fehler ansah und überhaupt nicht immer richtig erkannte. Diese Thatsaehe ist insofern von Bedeutung, als wir aus derselben auf die Beschaffenheit des arabischen Stils in gewissen Perioden des Mittelalters im Allgemeinen wichtige Schlüsse ziehen können. Man hat sieh daran gewöhnt, den Stil selbst der besseren jüdisch-arabischen Schriftsteller als einen besonderen und so- Zusagen ausserhalb der Grammatik stehenden anzusehen. Sehr zu Unrecht. Dieselben Eigenthümlichkeiten, welche das in ׳Quadratschrift überlieferte Arabisch jüdischer Autoren immer noch sehr vielen, zumal nicht-jüdischen, Arabisten ungeniessbar machen, finden sich auch bei angesehenen muslimischen Schriftstellern. In systematischer Weise zuerst auf diese wichtige Thatsaehe aufmerksam gemacht zu haben, ist das Verdienst des verstorbenen August Müller2)• Es ist bedauerlich, dass Munk die Spracherscheinungen des ״Guide“ nicht in .gleicher Weise behandelt hat, da es sich offenbar zeigt, dass Maimüni — abgesehen von der Quadratschrift, für deren Beibehaltung der Herausgeber die stärksten Gründe anführt3) — nicht so geschrieben, wie die Druckausgabe den Text gestaltet hat. Auf der anderen Seite soll allerdings nicht übersehen 1) Vgl. Preface p. Y. 2) Ueber Text und Sprachgebrauch von Ibn Abi TJseibia's Geschichte der Aerzte (Sitzb. Ak. W. München 1885). S. auch Wüstenfeld, Yorr. zu Qazwini Th. II. 3) Ygl. meine Ausgabe der AssaViniyya, Prefatory remarks.

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